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02:40 13 November 2019
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    Irans Soldaten während der Parade (Archiv)

    Iran will sich dem Verhandlungsdruck der USA nicht beugen

    © AP Photo / Iranian Presidency Office
    Politik
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    Der Iran hat laut dem stellvertretenden Leiter des Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), Yadollah Javani, keine Absicht, mit den USA zu verhandeln. Der hochrangige Kommandeur hat sich auch zuversichtlich gezeigt, dass Washington es nicht wagen werde, gegen den Iran militärisch vorzugehen.

    „Die Amerikaner versuchen, Teheran durch militärischen Druck an den Verhandlungstisch zu bringen, aber ich erkläre, dass wir nicht mit Washington verhandeln werden. Und die Amerikaner werden es nicht wagen, militärische Maßnahmen uns gegenüber zu ergreifen“, zitiert die Nachrichtenagentur Tasnim Yadollah Javani.

    Der Versuch von US-Präsident Donald Trump, den Iran mit Hilfe von Sanktionen zu Verhandlungen zu bewegen, werde ebenfalls nicht erfolgreich sein, so Javani weiter.

    Der US-Präsident Donald Trump  hat laut Medienberichten die Führung in Teheran zu Gesprächen aufgefordert. „Was sie tun sollten, ist, mich anzurufen, sich hinzusetzen. Wir können einen Deal machen, einen fairen Deal. Wir wollen nur nicht, dass sie Atomwaffen haben.“

    Auf die Frage, ob er eine militärische Konfrontation riskieren würde, soll Trump gesagt haben: „Ich möchte nicht Nein sagen. Aber hoffentlich wird das nicht geschehen.“

    Zuvor hatten die USA eine zunehmende Bedrohung seitens des Irans verkündet und eine Trägerkampfgruppe und strategische Bomber in die Region geschickt.

    Die Situation dort eskalierte, nachdem der Iran bekanntgegeben hatte, dass er sich teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

    Das Außenministerium in Teheran teilte mit, diese Entscheidung habe der Hohe Sicherheitsrat des Landes getroffen. Schriftliche Kündigungen von Teilen der Atom-Vereinbarungen seien an die Regierungen Chinas, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands sowie an die EU übergeben worden, hieß es in Teheran.

    Der Iran hatte seine Handlungen auf die Verstöße gegen das Atomabkommen vonseiten der USA und auf die von Washington verhängten Sanktionen zurückgeführt. Darüber hinaus seien die anderen am Abkommen beteiligten Staaten unfähig, die aufgetretenen Probleme angemessen zu lösen, so die Begründung von Teheran.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Zur Eindämmung des Iran: US-Bomber B-52 landen in Katar

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