20:04 10 Dezember 2019
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    Ölpumpe (Symbolbild)

    Ukraine nimmt den Transit von russischem Öl wieder auf

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    Politik
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    Die Ukraine hat den Transit von russischem Öl, das über die russische Pipeline „Druschba“ (dt.: Freundschaft) nach Europa fließt, wieder aufgenommen. Dies teilt das ukrainische Ölunternehmen Ukrtransnafta am Samstag via Facebook mit.

    Die Lieferungen seien aufgenommen worden, nachdem die Fachleute des ungarischen Öl- und Gasunternehmens MOL zusätzliche Untersuchungen zur Qualität des aus Russland stammenden Öls durchgeführt und ihre Abnahmebereitschaft bestätigt hätten, heißt es im Facebook-Beitrag.    

    Die Ukraine hatte den Transit von russischem Öl am 25. April gestoppt, als die Verunreinigung des Öls in der „Druschba“-Pipeline durch Kohlenwasserstoffe minderer Qualität mit einem hohen Gehalt an chlororganischen Verbindungen bekannt geworden war. Die entsprechende Meldung verbreitete damals der weißrussische Staatskonzern „Belneftechim“. Danach hatten sich die europäischen Verbraucher, darunter Polen, geweigert, das Öl anzunehmen.

    Ukrtransnafta hat laut Medienberichten bereits die wegen des Vorfalls verzeichneten Verluste auf 9,2 Millionen Griwna (etwa 350.000 Dollar) geschätzt. Das Unternehmen plane, das Öl in den weiteren Berichtsperioden bis Ende 2019 in größeren Mengen zu pumpen. Die ukrainische Seite stellte fest, dass „alle materiellen Verluste von jener Seite getragen werden sollen, die ihre Pflichten nicht erfüllt hat“. 

    Weißrussland habe den Schaden noch nicht genau beziffert. Präsident Alexander Lukaschenko soll jedoch gesagt haben, dass der Wirtschaft des Landes hunderte von Millionen Dollar abhandengekommen seien. Minsk habe den Stopp des Transits von verunreinigtem Öl so weit wie möglich mit dem Ziel hinausgeschoben, um den Schaden für Russland zu minimieren, fügte Lukaschenko hinzu.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Verunreinigtes russisches Öl: Vier Verdächtige festgenommen

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    Tags:
    Ukraine, Pipeline, Öl, Weißrussland