04:20 05 Dezember 2020
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    Die Grünen drängen Außenminister Heiko Maas angesichts der aus ihrer Sicht wachsenden Kriegsgefahr am Persischen Golf zu einem Besuch in Teheran – und zwar „schleunigst”. Dies offenbarte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag Omid Nouripour am Sonntag gegenüber dem „Spiegel”.

    Die Bundesregierung müsse mehr tun, um das Atomabkommen mit dem Iran zu bewahren, so Nouripour.

    „Krisendiplomatie braucht direkte Gespräche. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Kriegsgefahr im Persischen Golf sollte Heiko Maas schleunigst nach Teheran reisen, um zu versuchen, Iran im Atomabkommen zu halten”, erörterte der Grünen-Sprecher im Gespräch mit dem Blatt.

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    Denn die Lage sei „zu ernst für Appelle aus der Ferne”.

    Der letzte Iran-Besuch eines amtierenden deutschen Außenministers fand im Februar 2016 statt. Wie der „Spiegel” erinnert, reiste damals Frank-Walter Steinmeier wenige Monate nach der Unterzeichnung des Atomdeals nach Teheran. Zu jener Zeit sei die Hoffnung auf einen Neubeginn in den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten groß gewesen.

    In einer weiteren Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hatten die USA laut einer Reuters-Meldung am Freitag ihre Absicht geäußert, wegen des Streits mit dem Iran zusätzliche Patriot-Systeme in die Region zu verlegen. 

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    Tags:
    Die Grünen, Heiko Maas, Der Spiegel, Iran, Teheran, Deutschland