23:00 16 Februar 2020
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    Aufrufe zur zwischenstaatlichen Konfrontation können nach Einschätzung des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian zu internationaler Anarchie führen.

    „Einige treten dafür ein, dass zwischenstaatliche Beziehungen nicht mehr auf Basis von Kooperation, sondern Machtkonfrontation beruhen sollen. Wir riskieren, zu irgendeiner Form internationaler Anarchie überzugehen”, sagte der Minister am Samstag in einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“.

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    Le Drian bemerkte, dass „die wichtigsten Prinzipien und Grundlagen des internationalen Lebens derzeit zerbrochen werden, <...> Institutionen, Verträge, frühere Versprechen und Grenzen werden nicht respektiert“. Verantwortlich dafür sei US-Präsident Donald Trump, aber auch „China und Russland können zur Störung des Gleichgewichts beitragen.”

    Heute entstünden Formen von „Hypergewalt, konkret geht es um den anhaltenden Terror”, warnte der Außenminister.

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    Mit Blick auf das Atomabkommen mit dem Iran hofft Le Drian, dass sich alle Parteien an den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) halten. In erster Linie gelte das für Teheran, aber auch Washington solle Verantwortung tragen, ergänzte der Politiker.

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    Tags:
    Donald Trump, Atomabkommen, Iran, Internationale Beziehungen, Jean-Yves Le Drian, Frankreich