SNA Radio
    US-Staatssekretär Mike Pompeo (Archivbild)

    Wieso Pompeo seinen Moskau-Besuch streicht

    © REUTERS / Mandel Ngan/Pool
    Politik
    Zum Kurzlink
    469373

    US-Außenminister Mike Pompeo hat bekannt gegeben, dass er nicht in die russische Hauptstadt reisen wird, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

    Ursprünglich hätte Pompeo am 13. Mai in Moskau eintreffen und die US-amerikanische Botschaft besuchen sollen, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit. Für den 14. Mai war eine Reise nach Sotschi „zu einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, geplant“.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Pompeo warnt Teheran vor Angriff<<<

    Pompeos Russland-Besuch wird nun verkürzt, so die Agentur unter Verweis auf einen Vertreter des US-Außenministeriums. Seine für Dienstag angesetzte Zusammenkunft mit Putin und Lawrow in Sotschi werde aber wie vorgesehen stattfinden. Der Nachrichtenagentur AP zufolge wird Pompeo erstmals als Außenminister in Russland sein. 

    Am Montag soll sich Pompeo nach Brüssel begeben, wo die EU-Außenminister auf einander treffen. Der US-Außenminister wird laut Reuters mit den Europäern Gespräche über den Iran und andere Angelegenheiten führen.

    >>>Mehr zum Thema: Bagdad statt Berlin – Pompeo: Deutschland hat Verständnis für seine Besuchsabsage<<<

    EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bestätigte, dass Pompeo am Montag nach Brüssel kommen werde, meldet Reuters.

    „Er (Pompeo – Anm. d. Red.) ist offensichtlich jederzeit willkommen“, zitiert die Agentur die EU-Außenbeauftragte.

    Einen genauen Plan für Gespräche mit Pompeo gebe es der jedoch nicht.

    „Wir sind den ganzen Tag hier und werden sehen, ob und wie wir ein Treffen arrangieren können“, so Mogherini.

    >>>Weitere Spuntik-Artikel: „Hypergewalt” und „Anarchie”: Frankreichs Außenminister warnt internationale Gemeinschaft<<<

    Bereits vor einigen Tagen sagte Pompeo seine Reise nach Berlin und Grönland ab, um sich der iranischen Frage zu widmen, berichtet die Nachrichtenagentur France Presse am Montag.

    Zuvor hatten die USA eine Trägerkampfgruppe und strategische Bomber in den Iran geschickt.

    Die Situation eskalierte, nachdem Teheran bekanntgegeben hatte, dass sich der Iran teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Iran will sich dem Verhandlungsdruck der USA nicht beugen<<<

    Laut dem iranischen Außenministerium hatte der Hohe Sicherheitsrat des Landes diese Entscheidung getroffen. Schriftliche Kündigungen von Teilen der Atom-Vereinbarungen seien an die Regierungen Chinas, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands sowie an die EU übergeben worden, hieß es in Teheran.

    Der Iran hatte seine Handlungen mit den Verstößen gegen das Atomabkommen vonseiten der USA sowie mit den von Washington verhängten Sanktionen begründet. Darüber hinaus seien die übrigen am Abkommen beteiligten Staaten unfähig, die entstandenen Probleme angemessen zu lösen, verlautete es aus Teheran.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Kernwaffenmacht, Kernwaffen, Nuklearanlage, Nuklearwaffen, Nuklearmacht, Nukleartest, nuke, Atommacht, Atomkrieg, Atombombe, Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), Sergej Lawrow, Wladimir Putin, Michael Pompeo, Mike Pompeo, Teheran, Iran, Sotschi, Moskau, Russland, USA