14:50 01 Juni 2020
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    Der Premierminister Armeniens Nikol Paschinjan hat in einem Interview mit dem russischen Portal RBK über die Finanzierung der „Samtenen Revolution“ gesprochen, die ihn im Jahr 2018 an die Macht brachte.

    Laut Paschinjan hat die Revolution etwa 200.000 US-Dollar gekostet.

    „Woher dieses Geld kommt? Wir haben die Menschen darum gebeten“, erklärte er.

    Eine elektronische Geldbörse sei für die Spenden geschaffen worden. Unter den Spendern seien Armenier gewesen, die im Ausland, darunter auch in Russland, wohnten.

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    Paschinjan verwies darauf, dass sein Team auf diese Weise eine Abhängigkeit von Geschäftskreisen vermeiden konnte und die armenische Regierung „keine Schattenpflichten gegenüber Einzelpersonen oder Unternehmen“ habe.

    Die Spender wurden dem Premierminister zufolge über soziale Netzwerke darüber informiert, auf welche Weise ihr Geld für die Revolution benutzt wurde.

    Paschinjan erachtet die sozialen Netzwerke als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Revolution.

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    Ihm zufolge halfen ihm als Oppositionsfigur Plattformen wie Facebook, YouTube und Twitter, indem sie ihn unter den Armeniern erkennbar machten.

    Die „Samtene Revolution“ begann im Frühjahr 2018 mit Paschinjans Aktion „Mein Schritt“. Der zweiwöchige Fußmarsch des damaligen Parlamentsabgeordneten von Gjumri nach Jerewan endete mit Massenprotesten im ganzen Land. Daraufhin trat am 23. April der Regierungschef Sersch Sargsjan zurück. Am 8. Mai wurde Paschinjan auf Beschluss der Nationalversammlung zum Premierminister gewählt.

    Am 9. Dezember 2018 gewann Paschinjans Parteibündnis „Mein-Schritt-Allianz“ die vorgezogenen Parlamentswahlen im Land.

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    Tags:
    Samtene Revolution, Revolution, soziale Netzwerke, Sersch Sargssjan, Nikol Paschinjan, RBK, Armenien