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    Der oppositionelle venezolanische Politiker Juan Guaido bei einer Kundgebung in Caracas (Archivbild)

    Nun offiziell: Guaido ersucht um US-Militärhilfe – Brief

    © Sputnik / Leo Alvarez
    Politik
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    Im Machtkampf in Venezuela hat der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaido Unterstützung beim US-Militär beantragt. Das geht aus einem offiziellen Schreiben hervor, das sein Gesandter in Washington, Carlos Vecchio, am Montag auf Twitter veröffentlicht hat.

    „Wir begrüßen eine strategische und operative Planung, so dass wir unserer verfassungsmäßigen Verpflichtung gegenüber dem venezolanischen Volk nachkommen können, um dessen Leiden zu lindern und unsere Demokratie wiederherzustellen“, heißt es in Vecchios Brief an den Befehlshaber des US-Südkommandos, Admiral Craig Faller.

    Darin bittet er auf Anweisung von Guaido um ein Treffen von US-Militärs mit „geeigneten” Personen aus dem Umfeld des Oppositionsführers.

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    Guaido und seine Anhänger bedanken sich bei den USA für deren Freundschaft, Entschlossenheit und Bereitschaft, die andauernden Bemühungen zu unterstützen, wobei in erster Linie auf die Menschen geachtet und Hoffnung auf eine fruchtbare Planung und Koordinierung gesetzt werde.

    Der Übergangspräsident erklärte am Samstag bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas, er habe Vecchio angewiesen, ein Treffen mit Vertretern des Pentagon zu organisieren. Dabei gehe es um eine „Kooperation” zur Lösung der politischen Krise im lateinamerikanischen Land.

    In einem in der vergangenen Woche ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender CBS sagte er, dass ein Einsatz der US-Armee eine „Option“ sei. Er bemühe sich darum, den „besten Ausweg aus dem Konflikt“ zu finden, betonte Guaido.

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    Darauf folgte ein Statement des US-Außenministers Mike Pompeo, wonach Donald Trump „das gesamte Spektrum an Befugnissen nach Artikel II” habe, wenn eine mögliche Militäraktion in Venezuela infrage komme.

    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit dem legitimen Präsidenten Nicolas Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von Washington inszenierten Putschversuch sprach.

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    Tags:
    Mike Pompeo, Nicolas Maduro, Bitte, Treffen, Unterstützung, Militär, Juan Guaido, USA, Venezuela