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    US-Soldaten beim Einsatz (Archiv)

    Wegen Iran: USA ziehen Einsatz von 120.000 Militärs im Mittleren Osten in Betracht - Medien

    © Foto: U.S. Army/Spc. Christopher Brecht
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    Washington erwägt laut Angaben der Zeitung „New York Times“ die Verlegung von 120.000 Soldaten in den Mittleren Osten, sollte der Iran seine Entwicklung von Atomwaffen beschleunigen oder US-Truppen angreifen.

    Der geschäftsführende Verteidigungsminister Patrick Shanahan legte den Sicherheitsberatern von Präsident Donald Trump am vergangenen Donnerstag den überarbeiteten Plan vor, worüber das Blatt am Montagabend berichtete.

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    Die darin angeführte Zahl der Soldaten soll einige Beamte schockiert haben, da sie in ihrer Größe jener der im Jahr 2003 im Irak eingesetzten Truppen fast gleichen würde.

    Die Revisionen wurden von Hardlinern unter der Leitung von John Bolton, dem nationalen Sicherheitsberater von Trump, angeordnet. Sie fordern allerdings keine Bodeninvasion im Iran, für die man weitaus mehr Truppen benötigen würde, hieß es.

    Zuvor hatten die USA eine Trägerkampfgruppe und strategische Bomber in den Iran geschickt.

    Bundesaußenminister Heiko Maas (Archivbild)
    © REUTERS / ADRIANO MACHADO
    Die Situation eskalierte, nachdem Teheran bekanntgegeben hatte, dass sich der Iran teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

    Laut dem iranischen Außenministerium hatte der Hohe Sicherheitsrat des Landes diese Entscheidung getroffen. Schriftliche Kündigungen von Teilen der Atom-Vereinbarungen seien an die Regierungen Chinas, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands sowie an die EU übergeben worden, hieß es in Teheran.

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    Der Iran hatte seine Handlungen mit Verstößen gegen das Atomabkommen vonseiten der USA sowie mit den von Washington verhängten Sanktionen begründet. Darüber hinaus seien die übrigen am Abkommen beteiligten Staaten unfähig, die entstandenen Probleme angemessen zu lösen, verlautete es aus Teheran.

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    Tags:
    Donald Trump, Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), Patrick Shanahan, John Bolton, Atomdeal, New York Times, Mittlerer Osten, Truppenverlegung, USA, Iran