05:08 14 November 2019
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    Raketenbehälter des S-400-Luftabwehrsystems

    US-Versuch, S-400-Kauf zu verschieben: Putin-Berater über aktuellen Stand des Deals mit Ankara

    © Sputnik / Artem Schitnew
    Politik
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    Der Berater des russischen Präsidenten Juri Uschakow hat verraten, wie es aktuell um die Umsetzung des Deals über die S-400-Lieferung an die Türkei bestellt ist.

    „Wir wissen, dass die Amerikaner darauf (die Verschiebung des S-400-Kaufs – Anm. d Red.) bestehen. Aber die Vereinbarung, die vor einigen Monaten getroffen wurde,  wird mit Volldampf umgesetzt“, versicherte Uschakow.

    „Es gibt keine Störungen“, fügte er hinzu.

    Verschiebung des S-400-Kaufs?

    Am Montag hatte Bloomberg unter Berufung auf Quellen gemeldet, dass die Regierung von Donald Trump die Türkei in der Vorwoche gebeten haben soll, die für Juli geplante Anschaffung der Luftabwehrkomplexe bis 2020 aufzuschieben.

    Zuvor hatte der geschäftsführende US-Verteidigungsminister, Patrick Shanahan, geäußert, dass der Ankauf russischer Flugabwehrsysteme durch die Türkei mit der Beschaffung US-amerikanischer F-35-Jets „unvereinbar“ sei.

    Vergangene Woche hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, auf den S-400-Deal verzichten werde. Diese Nachricht wurde allerdings schnell von Fahrettin Altun, dem Kommunikationschef des Präsidentenbüros, dementiert.

    Russland und die Türkei hatten im Dezember 2017 ein Kreditabkommen zur Lieferung von S-400 unterzeichnet. Ankara kauft demnach zwei Batterien, die von türkischen Militärs bedient werden sollen. Zwei weitere Batterien sollen in der Türkei montiert werden.

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    Die USA und andere Nato-Länder hatten Ankara wiederholt wegen des Deals mit Moskau kritisiert. Zudem hatte das Pentagon der Türkei klar gemacht, dass der Erwerb der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 ihre Teilnahme am Programm zur Entwicklung des neuesten US-amerikanischen F-35-Jagdbombers völlig ausschließen werde.

    Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Eric Pahon, hatte gegenüber russischen Medien erklärt, dass Washington den S-400-Erwerb durch die Türkei als einen „strategischen Trick“ Moskaus betrachte, der darauf abziele, einen Keil zwischen Ankara und seine westlichen Verbündeten zu treiben.

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    Tags:
    Juri Uschakow, Kauf, S-400, Deal, Russland, Türkei, USA