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    Marine le Pen, Chefin der Partei Front National (FN)

    Le Pen bittet estnischen Politiker um Entfernung von „rassistischem“ Selfie

    © Sputnik / Kristina Afanasyeva
    Politik
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    Marine Le Pen, die Chefin der französischen rechtskonservativen Partei Rassemblement National, hat einen gleichgesinnten Politiker aus Estland gebeten, ein gemeinsames Selfie von Facebook zu entfernen. Der Grund: Die beiden zeigen auf dem Foto das Ok-Zeichen, berichtet „The Guardian“. Die Geste gilt seit ein paar Jahren als rassistisch.

    Le Pen war jüngst in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu Besuch, um sich mit Vertretern der rechtskonservativen und eurokritischen Partei EKRE zu treffen, die seit Kurzem in der Regierungskoalition mitregiert. 

    Zusammen mit dem 25-jährigen EKRE-Abgeordneten Ruuben Kaalep machte sie bei einem Selfie ein Ok-Handzeichen. Der junge Este postete das Bild später auf seiner Facebook-Seite.

    Das Ok-Zeichen, bei dem der Zeigefinger und der Daumen zu einem Kreis geformt werden, wird seit 2017 bei manchen als rassistisch angesehen, weil es angeblich das Symbol der sogenannten „white supremacists“ ist – der Anhänger der Theorie der Überlegenheit der Weißen.

    Le Pen soll nach eigenen Angaben jedoch nichts davon gewusst haben. „Ich hatte von der zweiten Bedeutung dieser belanglosen Geste nichts gewusst“, sagte sie gegenüber der Agentur AFP. Der estnische Politiker entfernte anschließend das Foto von Facebook.

    Auch der prominente britische Schriftsteller und Schauspieler Stephen Fry wurde wegen der Verwendung dieser Geste auf Twitter angegriffen. Dabei wollte er bloß für die „Mental Health Awareness Week“ (dt. Woche des Bewusstseins für psychische Gesundheit) werben.

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    Tags:
    Rassismus, Frankreich, Marine Le Pen, Estland