20:09 24 Juni 2019
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    Trägerrakete Sojus-FG startet mit bemanntem Raumfahrzeug Sojus-MS-10

    Doch noch abhängig: USA kaufen zusätzliche Plätze bei Russland für ISS-Flüge

    © Sputnik / Alexej Filippow
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    Die russische Staatskorporation Roskosmos und die US-Weltraumbehörde Nasa haben sich auf den Kauf von zwei zusätzlichen Plätzen in der Sojus-Trägerrakete für US-amerikanische Astronauten geeinigt, damit diese in den Jahren 2019 und 2020 zur ISS fliegen können. Dies übermittelte eine Nachrichtensendung von Roskosmos.

    „Russland und die Vereinigten Staaten haben den Kauf von zwei zusätzlichen Plätzen in den Sojus-Raumschiffen vereinbart, um die Nasa-Astronauten in diesem und auch in dem kommenden Jahr zur ISS zu bringen“, heißt es in der Nachrichtensendung „Weltraumumgebung“ von Roskosmos.

    Dabei hat die Nasa laut Medienberichten bereits im Jahr 2014 bekanntgegeben, sie habe die Privatunternehmen Boeing und SpaceX mit dem Ziel ausgewählt, den USA zu helfen, „ihre Abhängigkeit (bei Sojus-Transporten – Anm. d. Red.) von Russland bis zum Jahr 2017 zu beenden“. Darüber hinaus habe die Nasa zuvor bekanntgegeben, bemannte Flüge zum Mond und Mars jeweils im Jahr 2024 und 2033 durchführen zu wollen.

    Derzeit sei aber klar, dass Boeing und SpaceX nicht in der Lage seien, die angekündigten Pläne für die Wiederaufnahme der bemannten Flüge in die erdnahe Umlaufbahn umzusetzen.

    Im Februar 2019 habe das Portal NASASpaceflight mitgeteilt, dass die Nasa zusätzliche Plätze als eine „Sicherheitsoption“ bei Roskosmos erwerben werde, um die US- amerikanischen Astronauten weiterhin zur ISS bringen zu können.

    Anfang Mai 2019 hatte das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX bestätigt, dass das für bemannte Flüge ausgelegte Raumschiff Crew Dragon beim Bodentest verunglückt sei. Dieser Vorfall dürfte den Prozess der „Beendigung der amerikanischen Abhängigkeit von Russland“ im Bereich bemannte Raumfahrt verzögern.

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