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20:54 15 Juli 2019
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    Weißrussland und Russland

    „Kontraproduktives Dilemma“: Weißrussland weigert sich, zwischen Ost und West zu wählen

    © Sputnik / Egor Eremow
    Politik
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    Das weißrussische Außenministerium ist laut dem Vize-Außenminister Oleg Krawtschenko von der Notwendigkeit überzeugt, dass auf das kontraproduktive Dilemma „entweder mit dem Osten oder mit dem Westen“ verzichtet werden sollte.

    „Wir sind zuversichtlich, dass der Verzicht auf das kontraproduktive Dilemma ˏentweder mit dem Osten oder mit dem Westenˊ einen Beitrag zur notwendigen und hoffentlich unvermeidlichen Normalisierung der Beziehungen in der europäischen Region bzw. in der OSZE-Region darstellt“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur BelTA Krawtschenko.

    Werde die Situation aus Weißrussland betrachtet, so der Vize-Außenminister, sei es eben die anhaltende und wachsende Konfrontation, die als Risiko wahrgenommen werde. 

     „Der Austausch von Vorwürfen, dass der Grund für die aktuelle gefährliche Situation in den Handlungen der Gegenseite liege, wird unseres Erachtens zu nichts führen, und die Parteien werden sich niemals einigen können“, sagte Krawtschenko auf der Konferenz zum Thema „Die Zusammenarbeit in Osteuropa im Kontext regionaler und globaler Herausforderungen und Bedrohungen“.

    Ihm zufolge ist es bis zu einem gewissen Grad zur Regel geworden, von einer Vertrauenskrise zu sprechen und mehr Vertrauen zu fordern. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und auch mittelfristig ist dies kaum möglich. Anscheinend wäre es sinnvoller, ein System für das gegenseitige Signalisieren des Nichtvorhandenseins einer Bedrohung zu schaffen. Aber sogar das scheint jetzt wenig wahrscheinlich zu sein“, konstatierte Krawtschenko.

    Darüber hinaus ist der Verstoß gegen das System der internationalen Abkommen und der vereinbarten Regeln ein Grund für Besorgnis im Außenministerium Weißrusslands.

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    Tags:
    Wahl, Westen, Osten, Europa, Weißrussland