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    Raketenabwehrsysteme des Typs S-400 (Archivbild)

    Ankara versichert: S-400 wird nicht in Nato-Raketenabwehrsystem integriert

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Die an die Türkei zu liefernden Fla-Raketenkomplexe S-400 werden laut den Worten des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu nicht ins Nato-Raketenabwehrsystem integriert und stellen auch keine Bedrohung für US-amerikanische Jagdflugzeuge F-35 dar.

    „Die russischen Komplexe werden von uns vollständig kontrolliert, sie werden nicht in das Nato-Raketenabwehrsystem integriert. Fla-Raketenkomplexe S-400 gibt es in Syrien, wo US-amerikanische Flugzeuge fliegen. Die S-400 werden keine Bedrohung für sie darstellen – entgegen der Befürchtung der USA. Ich bin kein Ingenieur. Es gibt aber Fachleute, die sich mit diesem Thema befassen könnten. Wir haben den Amerikanern vorgeschlagen, eine solche Arbeitsgruppe zu bilden“, sagte Çavuşoğlu gegenüber Journalisten in Riga.

    Der türkische Außenminister hält sich derzeit in der lettischen Hauptstadt zu einem Besuch auf.

    Wie Ankara zuvor erklärte, wolle es nicht auf den Erwerb von S-400-Anlagen in Russland verzichten und solle die erste Lieferung von Fla-Raketensystemen dieses Typs im Juli beziehen. Am. 15 April sagte der türkische Vize-Verteidigungsminister Hulusi Akar, dass das von Ankara gekaufte Flugabwehrraketensystem S-400 nicht in die operierenden Waffensysteme der Nato integriert werde.

    Die USA hatten behauptet, die S-400-Anlagen seien mit den Nato-Standards inkompatibel. Sie forderten von Ankara, auf S-400 zu verzichten und stattdessen Flugabwehr-Anlagen Patriot aus US-amerikanischer Produktion zu kaufen. Sie drohten, widrigenfalls Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen und die Lieferungen von F-35-Fightern zu stoppen.

    Die Türkei versicherte ihrerseits wiederholt, dass S-400-Systeme keine Bedrohung für amerikanische F-35 darstellten.

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    Tags:
    Mevlüt Cavusoglu, USA, Russland, Türkei