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    EU-Flaggen im EU-Viertel in Brüssel

    „Neue EU-Erweiterung wird mehr Zeit als bisher benötigen“ - EU-Kommissarin

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    Politik
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    Die nächste mögliche Erweiterung der Europäischen Union wird sich von den ersten Wellen unterscheiden. Diese Meinung äußerte EU-Wettbewerbskommissarin und ALDE-Spitzenkandidatin für den Vorsitz in der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, am Donnerstag in Brüssel.

    „Ich denke, dass die nächste Erweiterung anders als die erste sein werde. Da wir uns geändert haben. Auch die Kandidatenländer haben sich geändert. Dies kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, damit sich Land für Land darauf vorbereiten kann. Ich denke, dass Europa, die EU letzten Endes größer werde. Dies wird aber anders als im vorigen Mal sein“, sagte die EU-Kommissarin in Bezug auf eine mögliche EU-Erweiterung. 

    Am Mittwochabend nahmen sechs Spitzenkandidaten für den Posten des Chefs der neuen EU-Kommission an den TV-Debatten in Brüssel  teil.   Die neue Zusammensetzung soll nach den Wahlen zum Europaparlament im Herbst gebildet werden. Vestager führt die Liste von der „Allianz der Liberalen und Demokraten in Europa“ (ALDE) an. 

    Zuvor hatte die EU Albanien, Mazedonien, Serbien und Montenegro den Status eines Beitrittskandidaten verliehen. 

    Im Februar 2016 hatte Bosnien und Herzegowina seinen Antrag auf EU-Mitgliedschaft eingereicht.  Auch die von 23 von insgesamt 28 EU-Mitgliedsländern anerkannte selbsterklärte Republik Kosovo  bewirbt sich um den EU-Beitritt. Dennoch nennen die EU-Institutionen keine möglichen Termine für die Aufnahme von Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo. Georgien und die Ukraine streben ebenfalls einen EU-Beitritt an.  

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    Beobachterschätzungen zufolge kann die neue Etappe der EU-Erweiterung frühestens im Jahr 2025 erfolgen.   

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    Tags:
    Ukraine, Georgien, Mazedonien, Serbien, Albanien, Margrethe Vestager, Erweiterung, EU