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    US-Botschaft in Caracas  (Archivbild)

    Trotz US-Vorgehens: Maduro befiehlt verstärken Schutz der Ex-US-Botschaft in Caracas

    © Sputnik / Leo Alvarez
    Politik
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    Trotz des Vorgehens der amerikanischen Polizei gegen Aktivisten in der venezolanischen Botschaft in Washington hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro angeordnet, das Gebäude der ehemaligen US-Botschaft in Caracas in verstärkten Schutz zu nehmen.

    „Ich befehle, die polizeiliche Bewachung des Gebäudes der ehemaligen US-Botschaft, die der US-Regierung gehört, zu verstärken. Wir werden sie in Schutz nehmen, da Venezuela Abkommen und das Völkerrecht einhält. Die Täter befinden sich im Weißen Haus“, erklärte Maduro. 

    „Das ist ein Wachstum von Hass, von Aktivitäten der Banditen und Extremisten, die (den US-Präsidenten Donald) Trump umgeben und ihm gesetzwidrige Ratschläge geben, da Trump das Völkerrecht nicht kennt und ständig dagegen verstößt“, so Maduro.     

    Am Donnerstag hatte die US-Polizei die venezolanische Botschaft in Washington trotz des Widerstands von Aktivisten, die die diplomatische Mission des Präsidenten Nicolás Maduro vor Oppositionsanhängern schützten und auf den unantastbaren Status der Botschaft bestehen, betreten. Die restlichen vier Aktivisten wurden laut der Antikriegsgruppe Codepink dabei festgenommen.

    Das Gebäude der diplomatischen Niederlassung Venezuelas in Washington war seit mehr als einem Monat von Dutzenden Aktivisten besetzt. Die meisten von ihnen waren US-Bürger. Mit ihrer Aktion wollten die Maduro-Anhänger verhindern, dass Vertreter der Regierung des Oppositionschefs und selbsternannten Präsidenten Venezuelas, Juan Guaidó, das Gebäude in Besitz nehmen.

    Ende Januar hatte Washington beschlossen, alle nicht dringend benötigten US-Diplomaten aus Venezuela abzuziehen.

    Anfang März hatte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA angekündigt und die US-amerikanischen Diplomaten aufgefordert, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. US-Außenminister Mike Pompeo hatte diese Forderung jedoch abgelehnt und zudem erklärt, Maduro habe nicht die nötigen Befugnisse, um solche Entscheidungen zu treffen.

    Juan Guaidó, Oppositionschef und selbsternannter Präsident Venezuelas, hatte am 30. April an die Armee des Landes appelliert, Staatschef Nicolás Maduro zu entmachten. Guaidó und seine Unterstützer versammelten sich auf der Autobahn vor der Militärbasis La Carlota bei Caracas. Einige bewaffnete Männer befreiten zudem den Oppositionellen Leopoldo López aus dem Hausarrest. Es kam zu gewaltsamen Unruhen mit Dutzenden Verletzten im Land.

    Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und Verteidigungsminister Vladimir Padrino López hatten erklärt, dass die Streitkräfte treu zu den legitimen Behörden stehen würden. Einen Tag später erklärte Maduro den Putschversuch für gescheitert und verordnete, wegen der Ereignisse zu ermitteln.

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    Tags:
    Festnahme, Aktivisten, Schutz, Botschaft, Juan Guaido, Nicolás Maduro, Venezuela, USA