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11:00 19 September 2019
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    Chef der Linkspartei „La France Insoumise“ Jean-Luc Mélenchon (r.)

    Linkspolitiker unterstützt Marine Le Pen – Jean-Luc Mélenchon reagiert: „Ekel“

    © AFP 2019 / CHRISTOPHE SIMON
    Politik
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    Der Regionalberater der Linkspartei „La France Insoumise“ des Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon, Andréa Kotarac, hat die französischen Wähler aufgerufen, bei den EU-Wahlen für die rechtskonservative Partei von Marine Le Pen, „Rassemblement National“, zu stimmen. In Frankreich sorgt das für einen Eklat. Mélenchon reagiert verärgert.

    Der junge Politiker betonte, die Partei von Marine Le Pen, „Rassemblement National“ (RN), mit Jordan Bardella als Spitzenkandidat für die EU-Wahl, sei „die einzige souveräne Liste, die für die Unabhängigkeit Frankreichs kämpft und Emmanuel Macron stoppen kann“.

    Mit „Ekel“ reagierte Mélenchon auf die Äußerungen seines Parteikollegen gegenüber dem Magazin „Marianne“. „Kotarac ist der Name eines stinkenden Wahlkampf-Abschlussballs“, schrieb Mélenchon in seinem Twitter-Account. Weiterhin nannte er Kotarac einen „Verräter“, der „seine Freunde entehrt“, und forderte: „Wenn er seine Wähler respektiert, dann muss er von seinem Mandat zurücktreten.“ Für Mélenchon sei das der Beweis dafür, dass „das populistische Element“ in seiner Partei (Anm. d. Red.: „La France Insoumise“ – deutsch: „Unbeugsames Frankreich“) immer noch aktiv sei.

    Kotarac kündigte schließlich am Dienstag im Interview mit der Zeitschrift „Elements“ an, seine Partei zu verlassen. Der 30-Jährige werde jedoch seine Amtszeit als Regionalrat zu Ende führen. Er war in der Vergangenheit mit Abgeordneten des Front National auf einer Konferenz in Jalta auf der Krim gewesen, was in der französischen Presse als Einmischung Russlands in den französischen Europawahlkampf gewertet wurde.

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    Tags:
    Eklat, Wahlkampf, Unabhängigkeit, Wahl, EU, Jean-Luc Mélenchon, Marine Le Pen, Emmanuel Macron, Frankreich