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    Serbien Verteidigungsminister Aleksandar Vulin (Archiv)

    Serbiens Verteidigungsminister warnt EU und Nato vor Kosovo-Provokationen

    © AP Photo / Darko Vojinovic
    Politik
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    Der Anspruch der Führung der selbsterklärten Republik Kosovo auf ein Gebiet in Zentralserbien ist laut dem serbischen Verteidigungsminister Aleksandar Vulin eine Provokation, die zu einem Konflikt führen könnte.

    Wie der Parlamentsvorsitzende der selbsterklärten Republik und Ex-Chef des Nachrichtendienstes der „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UÇK), Kadri Veseli, am Donnerstag erklärt hatte, sei die südserbische Hauptstadt Niš früher (in den vergangenen Jahrhunderten – Anm. d. Red.) mehrheitlich von Albanern bewohnt worden, die von den Serben dann „gewaltsam vertrieben wurden“. Veseli forderte auch, ein Tribunal für „serbische Verbrechen“ einzurichten.

    Vulin sagte dazu: „Ich muss Europa, die EU und die Nato, vor allem aber KFOR (die 1999 nach Beendigung des Kosovokrieges aufgestellte multinationale militärische Formation unter der Nato-Führung – Anm. d. Red.) darauf hinweisen, dass ein Waffengerassel für uns unannehmbar ist, ebenso wie die Äußerung einer Person, etwa des nicht verurteilten Kriegsverbrechers Kadri Veseli, über Niš als ‚albanische Stadt‘ und über andere Städte, die man einnehmen will, indem man zu Krieg und Leid aufruft“, zitiert das Verteidigungsministerium Vulin.

    „Wir dürfen nicht zulassen, dass nicht verurteilte Terroristen, die sich der Strafe entziehen, Konflikte auf dem Balkan entfachen. Die Verantwortung lastet nicht mehr auf uns, den Serben und Serbien, sondern auf der EU, der Nato und auf der ganzen Welt, und läuft darauf hinaus, das Projekt ‚Großserbien‘ zu stoppen“, betonte der serbische Verteidigungsminister.

    Kosovo-Präsident Hashim Thaçi und sein einflussreicher Onkel Azem Syla, Premier Ramush Haradinaj, Vizepremier Fatmir Limaj, Parlamentschef Kadri Veseli und der Abgeordnete und Bruder des Premiers, Daut Haradinaj, die bei den Parlamentswahlen im Juni 2017 im Kosovo gesiegt hatten, sind Veteranen der „Befreiungsarmee des Kosovo“ und werden von der Internationalen Staatsanwaltschaft in Den Haag als mutmaßliche Schuldige betrachtet.

    Im Jahr 1999 hatte die bewaffnete Konfrontation zwischen den albanischen Separatisten von der „Befreiungsarmee des Kosovo“ und Armee- und Polizeiangehörigen Serbiens zu Bombardierungen Jugoslawiens (das damals aus Serbien und Montenegro bestand) durch die Nato geführt. Die Kosovo-albanischen Strukturen in Priština riefen im Februar 2008 einseitig die Unabhängigkeit von Serbien aus. Serbien, Russland, China, Israel, der Iran, Spanien, Griechenland und einige andere Staaten haben die selbsterklärte Republik nicht anerkannt.

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    Tags:
    EU, Kadri Veseli, Alexandar Vulin, Kosovo, Serbien