04:12 26 Januar 2020
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    Bereits vier Fünftel der Gesamtinvestitionen für den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 sind laut Alexej Miller, dem Vorstandsvorsitzenden des russischen Gaskonzerns Gazprom, getätigt worden. Mehr als die Hälfte des Projekts sei umgesetzt worden.

    Die Arbeit werde rhythmisch durchgeführt, und die Atmosphäre rund um das Projekt sei „nicht schlecht“, sagte Miller in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des TV-Kanals „Rossija 1“.

    Die Nord Stream 2-Gaspipeline sei bereits zu mehr als der Hälfte gebaut, und selbst dann, wenn sie im Vergleich zum geplanten Termin verspätet in Betrieb genommen werden sollte, werde diese Verzögerung sehr unbedeutend sein, so der Gazprom-Chef weiter.

    „Wir haben die Hälfte des Nord Stream 2-Projekts hinter uns ... Auch wenn irgendwelche Situationen auftreten, muss man verstehen, dass sie das Projekt zeitlich verschieben können, aber sehr, sehr minimal“, fügte Miller hinzu.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau zweier Pipelinestränge mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vor, die von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland verlaufen sollen. Laut Plan soll die neue Pipeline Ende 2019 fertiggestellt werden. Sie wird durch die territorialen oder ausschließlichen Wirtschaftszonen der Ostsee-Anrainer Russland, Finnland, Schweden und Deutschland führen. Lediglich die Baugenehmigung vonseiten Dänemarks stehe noch aus.

    Am 15. April hatte die Nord Stream 2 AG in Dänemark einen Antrag zum Erhalt der Baugenehmigung für die neue Route durch dänische Gewässer eingereicht. Zwei Jahre nach der Einreichung des ersten Antrags geht es bereits um den dritten Genehmigungsantrag. Dieser bezieht sich auf eine Route durch die dänische ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) in den Gewässern südlich von der Insel Bornholm. Die dänischen Behörden selbst sollen im März das Unternehmen darum gebeten haben, gerade diese Option in Erwägung zu ziehen.  

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Gazprom-Chef entkräftet Spekulationen über Hindernisse für Nord Stream 2

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    Tags:
    Nord Stream 2, Alexej Miller, Gazprom