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    „Zerkratzte Schallplatte“: Krim-Politiker zu Forderungen der Nato an Russland

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    Politik
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    Der Vorsitzende des Nato-Militärkomitees Stuart Peach hat ganz im Sinne seiner Kollegen Russland dazu aufgerufen, die Krim zu verlassen. Sergej Zekow, der die Halbinsel im russischen Senat vertritt, erachtet diese Forderungen als „unangemessen“. „Eine zerkratzte Schallplatte“, sagt der Vizesprecher des Krim-Parlaments Jefim Fiks.

    „Diese Allianz akzeptiert die illegale Annexion der Krim durch Russland nicht und wird sie auch nicht akzeptieren. Wir fordern Russland weiterhin auf, sich von der Krim zurückzuziehen und die Unterstützung für die Militanten in der Ostukraine einzustellen“, verlautbarte Peach beim Auftakt der 181. Konferenz des Militärkomitees der Nato am Mittwoch in Brüssel.

    Außerdem forderte er die Freilassung der ukrainischen Seeleute und Schiffe, die im November letzten Jahres wegen illegaler Überquerung der russischen Grenze in der Straße von Kertsch festgenommen worden waren. Die Schiffe waren mit abgeschalteten Transpondern und Waffen an Bord am 25. November unerlaubt in das russische Territorialgebiet eingedrungen und hatten nicht auf die Warnungen der russischen Seite, dass sie die Staatsgrenze verletzt hätten, reagiert.

    Der erste Vizesprecher des Parlaments der Krim, Jefim Fiks, verglich die Aussagen über eine Rückgabe der Halbinsel mit einer „zerkratzten Schallplatte“.

    „Es ist einer zerkratzten Schallplatte ähnlich. Es ist an der Zeit, von der Verwendung alter Grammophone abzusehen und die Rhetorik gegen Russland zu ändern. Die Krim gehört Russland“, zeigte er sich überzeugt.

    Die Nato solle sich mit ihren eigenen Angelegenheiten befassen, denn die Krim könne selbstständig Entscheidungen treffen.

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    Der russische Senator von der Krim, Sergej Zekow, reagierte ebenfalls auf die Äußerungen von Peach und tat sie am Mittwoch als „inadäquat“ ab.

    „Die Einwohner der Krim leben in Ruhe und Frieden, während die Nato die Lage auf der Halbinsel destabilisieren möchte. Es gefällt ihnen nicht, wie sich die Krim entwickelt, aber wir werden ihnen die Freude nicht machen“, äußerte er gegenüber RIA Nowosti.

    Dem fügte Zekow hinzu, dass die auf der Krim stationierten Militäreinheiten die Halbinsel vollständig und wirksam schützen würden.

    Am 16. März 2014 war auf der Krim ein Referendum abgehalten worden. 97 Prozent der Wahlbeteiligten stimmten für die Wiedervereinigung mit Russland. Ausländische Wahlbeobachter waren vor Ort.

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    Die Ukraine sowie westliche Staaten erkannten den Beitritt der Halbinsel zu Russland nicht an und bezeichneten ihn als „Annexion“. In der Folge wurden Wirtschaftssanktionen gegen Moskau beschlossen, die seitdem jährlich verlängert werden. Russland weist seinerseits darauf hin, dass die Abstimmung in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht erfolgt sei.

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    Tags:
    Krim-Bewohner, Russland, Ukraine, Krim-Parlament, NATO, Jefim Fiks, Sergej Zekow, Straße von Kertsch, Krim