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21:56 21 Oktober 2019
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    US-F-35 Jet (Archiv)

    Türkischer General a.D.: USA wollen Türkei bei F-35-Projekt ausbooten, russische Raketen nur Vorwand

    © Foto: U.S. Air Force/Senior Airman Alexander Cook
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    Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus, hat Ankara vor “sehr negativen Folgen” beim Erwerb russischer S-400-Flugabwehrsyteme gewarnt. Dies könnte die Beziehungen der USA und der Nato mit der Türkei in Bezug auf Bewaffnung stark beeinflussen.

    Der Experte und türkische General a.D. Erdogan Karakus hat in einem Interview für Sputnik dazu Stellung bezogen.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Letztes Angebot“: USA stellen der Türkei wegen S-400-Erwerbs Ultimatum<<<

    Zuvor hatte der TV-Sender CNBS unter Berufung auf eingeweihte Quellen berichtet, dass Washington Ankara zwei Wochen Zeit gegeben habe, um auf die russischen Raketenkomplexe zugunsten der US-Systeme Patriot zu verzichten. Andernfalls würden die USA Ankara aus dem F-35-Programm ausschließen.

    Dennoch dementierte der stellvertretende Außenminister der Türkei, Yavuz Selim Kiran, auf einer Pressekonferenz diese Informationen und hob hervor, dass eine solche offizielle Erklärung der US-Seite nicht eingegangen sei.

    “Die Position der USA bei dieser Frage hat keine legitime Begründung.  Informationen über die F-35 können durch S-400 nicht erhalten werden. Das alles ist nur ein Vorwand. Das Hauptziel der Amerikaner ist, der Türkei die F-35-Lieferungen zu verweigern”, kommentiert Erdogan Karakus – ehemaliger Kommandeur eines türkischen Luftwaffenstützpunktes und der Türkischen Luftfahrtagentur sowie der Verwaltung für Informations- und Kommunikations- und elektronische Systeme des Hauptkommandos der Bodentruppen, des Kommandos für Luftfahrtlogistik und heutiger Vorsitzender des Türkischen Verbandes der Offiziere a.D.

    In dieser Situation sollte man nicht nur auf die Position der USA, sondern auch auf die Israels und Griechenlands aufmerksam werden, die an milliardenschweren Verträgen für die Lieferung von Zulieferteilen für das F-35-Programm interessiert seien, die nach dem aktuellen Vertrag die Türkei liefern soll.

    In diesem Zusammenhang seien sie am Ausschluss der Türkei aus diesem Programm interessiert. Damit beschränke sich das Programm nicht nur auf die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA und die Spannungen bei den S-400-Systemen, so Karakus.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: USA: Resolutionsentwurf zwingt die Türkei, zwischen S-400 und F-35 zu wählen<<<

    “Derweil zeigt Russland, das moderne und komplexe Waffensysteme wie S-400 an ein Nato-Mitgliedsland liefert, eine mutige Haltung. Denn es hätte ebenfalls Besorgnisse wegen der hypothetischen Möglichkeit ausdrücken können, dass die Nato-Aufklärung Informationen über die S-400-Systeme bekommt. Allerdings sind es die USA, die Unzufriedenheit und Besorgnisse äußern, ohne dafür Gründe zu haben. Die Position Washingtons enttäuscht uns, weil sich die Türkei dem F-35-Programm vor 20 Jahren angeschlossen hat, und in dieser Zeit einen großen Beitrag zur Entwicklung dieses Projektes leistete”, so der Experte.

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    Tags:
    Ziel, Raketenabwehrsystem S-400, Projekt, Vorwand, Raketen, F-35, USA, Russland, Türkei