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18:24 20 Oktober 2019
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    Unterstützer des Wikileaks-Gründers Julian Assange (Archiv)

    WikiLeaks kommentiert neue Anschuldigungen gegen Assange

    © AP Photo / Matt Dunham
    Politik
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    Wikileaks vertritt die Auffassung, dass die neuen Anschuldigungen gegen den Gründer der Enthüllungsplattform vonseiten der USA das Ende der Pressefreiheit im Land markieren.

    Die US-Behörden hatten zuvor weitere Anschuldigungen gegen den Whistleblower zu 17 Episoden erhoben, die mit rechtswidriger Gewinnung und Offenlegung von Geheiminformationen im Zusammenhang stehen sollen. Dem WikiLeaks-Gründer drohen nun bis zu 175 Jahre Haft.

    „Das ist Wahnsinn. Das Ende der journalistischen Tätigkeit im Bereich der nationalen Sicherheit und in Bezug auf den ersten Zusatzartikel (zur Verfassung der USA – Anm. d. Red.)“, heißt es in einer Mitteilung des Portals bei Twitter.

    Der besagte Verfassungsartikel garantiert Rede- und Pressefreiheit.

    Fall Assange

    Schweden hatte Assange 2010 wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung angeklagt. Seit 2012 hatte sich der Whistleblower in der ecuadorianischen Botschaft in London verborgen gehalten, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen.

    Im April 2019 hat Ecuador die Asylgewährung gegenüber Julian Assange widerrufen und ihn aus der Botschaft in London verwiesen. Der WikiLeaks-Gründer wurde anhand der von Schweden und den USA erteilten Haftbefehle von der Polizei in London festgenommen

    Am 1. Mai wurde Assange zu 11,5 Monaten Gefängnis wegen Verletzung der Kautionsauflagen verurteilt. Am 2. Mai gab das Gericht in London Washington 65 Tage Zeit, damit die US-Seite einen Auslieferungsantrag rechtlich begründen kann.

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    Tags:
    WikiLeaks, Julian Assange, USA, Ecuador, Schweden, Großbritannien