09:07 27 Juni 2019
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    Verstärkung der US-Präsenz in Nahost hat defensiven Charakter – Pentagon

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    Die neuen US-Kräfte im Nahen Osten haben einen defensiven Charakter. Sie werden dorthin verlegt, um die sich bereits in der Region aufhaltenden US-Truppen zu schützen. Das sagte die Assistentin des Pentagon-Chefs, Catherine Wilbarger, gegenüber Journalisten.

    „Unsere Politik gegenüber dem Iran ändert sich nicht. Wie der Präsident und der Verteidigungsminister klar gemacht haben, suchen wir keine Konflikte mit dem Iran. Wir betrachten diese zusätzlichen Kräfte nicht als eine Quelle für Feindseligkeit. Sie haben an und für sich einen defensiven Charakter“, sagte Wilbarger. 

    Ihr zufolge verfolgen die USA das Ziel, dass der Iran „an den Verhandlungstisch zurückkehrt“. Laut der Assistentin des Pentagon-Chefs würden die zusätzlichen US-Kräfte nicht in Syrien oder im Irak stationiert sein. Zugleich weigerte sie sich, den genauen Standort der US-Militärs zu nennen. Die USA hätten „mehrere Dislozierungsorte in der Region“.

    Zugleich sagte der Sprecher des Komitees der Vereinigten Stabschefs, Vizeadmiral Michael Gilday, dass 600 der insgesamt 1.500 Soldaten Fla-Raketen-Komplexe Patriot bedienen würden.

    „In den kommenden Wochen verlegen wir zusätzliche Beobachtungs- und Aufklärungsmittel sowie Flieger- und Ingenieurabteilungen zum Schutz unserer Kräfte“, fügte der Vize-Admiral hinzu.

    Wie er weiter ausführte, gehörten zu diesen Kräften unter anderem Flugzeuge und Drohnen, die „iranische Marschflugköper überwachen werden“.      

    Washington plant die Entsendung weiterer Truppen in den Nahen Osten. Der Hintergrund dieser Entscheidung ist anscheinend der sich verschärfende Konflikt mit dem Iran.

    Wie US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington erklärte, handele es sich dabei um rund 1.500 Soldaten, die vor allem eine „schützende” Rolle übernehmen sollen.

    Zu einer neuen Zuspitzung der Beziehungen zwischen Washington und Teheran kam es, als Washington die Islamische Revolutionsgarde als terroristische Organisation eingestuft hatte. Teheran stempelte im Gegenzug das Zentrale Kommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) zu Terroristen und die USA selbst zum „Sponsor des Terrorismus“ ab.

    Zudem  hatte der Iran bekanntgegeben, dass er sich teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

    Der Iran hatte seine Handlungen auf die Verstöße gegen das Atomabkommen vonseiten der USA und die von Washington verhängten Sanktionen zurückgeführt. 

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    Tags:
    Donald Trump, Entsendung, Truppen, Nahost, Pentagon, Iran, USA