11:37 08 August 2020
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    Der Internationale Seegerichtshof (ISGH) hat von Russland die umgehende Freilassung der ukrainischen Seeleute gefordert, die im November 2018 wegen Verletzung der russischen Grenze festgenommen worden waren. Das geht aus einer Mitteilung des Richters Jin-Hyun Paik hervor.

    Die russische Seite hatte allerdings bereits im Vorfeld den ISGH in Kenntnis gesetzt, dass sie den Gerichtsanhörungen fernbleiben werde, weil die Gerichtsbehörde keine Jurisdiktion zur Verhandlung der Klage der Ukraine zum Zwischenfall in der Straße von Kertsch besitze.

    Wie das russische Außenministerium erklärte, versucht die Ukraine mit ihrer Gerichtsklage, die Situation um die Festnahme von Seeleuten für ihre politischen Zwecke zu nutzen.

    Indes hält der Internationale Seegerichtshof es nicht für notwendig, die Einstellung des Strafverfahrens gegen die 24 ukrainischen Bürger zu fordern.

    >>>Mehr zum Thema: Putin und Merkel besprechen Eskalation von Kertsch<<<

    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch aufgebracht wurden
    © Sputnik / Pressedienst des Grenzschutzamtes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB
     „Das Tribunal erachtet es nicht als notwendig, von der Russischen Föderation die Einstellung des Strafverfahrens gegen die 24 festgenommenen ukrainischen Seeleute zu verlangen und von der Aufnahme weiterer Strafverfahren Abstand zu nehmen“, heißt es im Beschlusstext der internationalen Gerichtsbehörde.

    Drei ukrainische Kriegsschiffe mit insgesamt 24 Seeleuten an Bord waren am 25. November 2018 aufgebracht worden, nachdem sie die Grenze Russlands gesetzwidrig überquert hatten.

    >>>Mehr zum Thema: Chronologie der Eskalation von Kertsch – FSB veröffentlicht Details<<<

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