02:07 20 November 2019
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    Matrose der U.S. Navy (Archivbild)

    Wegen Spionage für Russland: US-Seemann bekennt sich schuldig und wird verurteilt – Medien

    © AP Photo / Kin Cheung
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    Stephen Kellogg, ein Offizier der US-Navy, ist laut Medienberichten zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er versucht haben soll, geheime Informationen über atomgetriebene Kriegsschiffe an einen Journalisten weiterzuleiten, der diese dann nach Russland schicken sollte.

    Nach Angaben des Marinegerichts soll Stephen Kellogg mit einer in Nordwestrussland ansässigen Werft, dem Atom-U-Boote-Hersteller Sewmasch, in Kontakt gewesen sein. Er habe zugegeben, gewusst zu haben, dass die Offenlegung der geheimen Informationen die Fähigkeit von atomgetriebenen US-Kriegsschiffen beeinträchtigen und den Vereinigten Staaten somit Schaden zufügen könnte.

    Zudem soll er an eine mit Sewmasch verbundene E-Mail-Adresse geschrieben und diese Firma sechsmal angerufen haben. Es sei aber unklar, ob der Schiffbauer zurückgeschrieben habe.

    Seinem Mitbewohner soll Kellogg mitgeteilt haben, dass er vorhabe, nach Russland zu fliehen. Er hätte im Internet nach Informationen zu Flügen nach Moskau und Kontaktinformationen des russischen Konsulats in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) gesucht.

    Etwa zur gleichen Zeit habe er einem Freund aus Kindertagen erzählt, dass er die Marine verlassen wolle und dass er „Ed Snowden werden könnte“. Damit habe sich Kellogg auf den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden bezogen, der die Überwachungsprogramme der US-Regierung aufdeckte und geheime Informationen publik machte.

    Obwohl Kellogg sich wegen Verstoßes gegen das Spionagegesetz in zweifacher Hinsicht schuldig bekannt habe, hätten seine Anwälte dem Richter mitgeteilt, dass er kein Spion sei, sondern ein Alkoholproblem habe und möglicherweise an einer Depression leide.

    Die Behörden hätten von seinen Plänen erfahren, nachdem Kellogg am 27. August am Flughafen von San Diego auf sich aufmerksam gemacht hätte: Er sei betrunken gewesen und habe sich aggressiv verhalten. Daher sei er von einem Flug nach New York City abgehalten worden.

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    Tags:
    Spionage, US-Navy, USA