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    Provokation der ukrainischen Seestreitkräfte in der Kertsch-Straße

    Wegen Kertsch-Vorfall: Ukraine droht Russland mit „Hamburger“ Sanktionen

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    Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrej Melnik, will neue Sanktionen gegen Russland fördern, sollte Moskau die Entscheidung des Internationalen Seegerichtshofs in Bezug auf ukrainische Seeleute ignorieren. Dies bestätigte er gegenüber der Agentur Ukrinform.

    Am Samstag hat der Internationale Seegerichtshof (ISGH) in Hamburg Russland verpflichtet, zwei ukrainische Kriegsschiffe und ein Hilfsschiff sowie 24 ukrainische Seeleute, die im November 2018 in der Nähe der Kertsch-Straße festgenommen worden waren, unverzüglich freizulassen. Ihnen wird von Russland die Verletzung der russischen Grenze vorgeworfen. Dabei hat der Gerichtshof nicht gefordert, dass Russland das Strafverfahren gegen die inhaftierten ukrainischen Seeleute einstellt.

    Kurz nach der Bekanntgabe der Entscheidung der Schiedsinstanz erklärte das russische Außenministerium, dass der Internationale Seegerichtshof für den Streit zwischen der Ukraine und der Ukraine nicht zuständig sei. Die Möglichkeit, sich auf das Seerechtsübereinkommen (SRÜ) von 1982 zu berufen, um den Zwischenfall in der Straße von Kertsch beizulegen, ist laut dem russischen Außenministerium ausgeschlossen.

    Melnik dagegen will die Bundesregierung auffordern, den Kreml zu zwingen, die Entscheidungen des Seegerichtshofs unverzüglich umzusetzen.

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    „Wenn Moskau diese Entscheidung ignoriert, werden wir die Idee der Einführung neuer Sanktionen - der Hamburger - gegen Russland unterstützen“, so Melnik gegenüber der Ukrinform.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht, die ins Asowsche Meer einlaufen wollten, ohne dass die Durchfahrt zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet worden war.

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    Die Schiffsbesatzungen reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite und führten gefährliche Manöver aus. Sie wurden in den Hafen von Kertsch gebracht. Die 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und nach Moskau überstellt, wo gegen sie eine gerichtliche Klage erhoben wurde.

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    Tags:
    Straße von Kertsch, Provokation, Seeleute, Kertsch