03:49 17 November 2019
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    Bundesaußenminister Heiko Maas

    Agentur: China wirft Deutschland Einmischung vor

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    Politik
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    Nach der Anerkennung zweier Aktivisten aus Hongkong als Flüchtlinge in Deutschland hat China der Bundesregierung einer Agenturmeldung zufolge Einmischung vorgeworfen und von ihr ein Umlenken gefordert.

    Wie Reuters unter Berufung auf die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete, forderte die Führung in Peking die deutsche Seite dazu auf, „ihre Fehler einzuräumen und ihren Kurs zu ändern“. Deutschland dürfe keine Kriminellen dulden und sich auch nicht in Chinas innere Angelegenheiten einmischen, hieß es. 

    Ende April hatte Peking bereits die USA wegen „grober Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas und der Sonderverwaltungszone Hongkong" angeprangert. Anlass war die Kritik aus den Staaten an der Inhaftierung führender Vertreter der Demokratiebewegung in Hongkong.

    Laut Xinhua berief das Hongkonger Büro des chinesischen Außenministeriums den deutschen Gesandten in Hongkong, David Schmidt, am Freitag zu einem Krisentreffen ein. Dabei sei Schmidt gegenüber die „starke Unzufriedenheit“ der Volksrepublik zum Ausdruck gebracht worden.

    Bei den beiden Aktivisten handelt es sich laut Reuters um zwei frühere Mitglieder einer Gruppe, die für die Unabhängigkeit Hongkongs von China eintritt. Sie seien nach den gewaltsamen Protesten 2016 angeklagt worden. Die Aktivisten seien dann über Taiwan nach Deutschland geflohen und dort als Flüchtlinge anerkannt worden.

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    Tags:
    Deutschland, China