03:39 21 November 2019
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    EU-Wahlplakate von Österreichs Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache (Archiv)

    Ibiza-Affäre: Wiener Anwalt soll belastendes Material über Strache schon 2015 angeboten haben

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    Politik
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    Das Ibiza-Video, das dem früheren österreichischen Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache seine Karriere gekostet hat, soll aus dem Jahr 2017 stammen. Doch der liberalen österreichischen Partei Neos ist nach eigenen Angaben bereits vor einigen Jahren kompromittierendes Material über den damaligen FPÖ-Vorsitzenden angeboten worden.

    Nach Informationen der „Welt am Sonntag“  soll das Angebot im Jahr 2015 vom am Ibiza-Video angeblich beteiligten Wiener Anwalt gekommen sein.

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    „Konkret bestätigen können wir ein solches Angebot im Jahr 2015“, sagte Neos-Generalsekretär Nick Donig der Zeitung. Bei dem Treffen mit dem Anwalt seien Bilder von Strache  und SMS-Chatverläufe zum Kauf angeboten worden. Die Partei habe jedoch das Angebot abgelehnt.

    Am 17. Mai war von deutschen Medien ein Video veröffentlicht worden, in dem Strache eine vermeintliche russische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Strache hielt die Frau wohl für die Nichte eines russischen Oligarchen und gab Äußerungen von sich, die ihm das Amt kosteten.

    In einer am 24.Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu dem Ibiza-Video Stellung. Darin räumte er zwar Fehler ein, betonte jedoch, dass das Video rechtswidrig aufgezeichnet worden sei und die Verantwortlichen ermittelt werden müssen. Strache hat Anzeige erstattet.

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    Video, Österreich, Heinz-Christian Strache, Skandal, Affäre, Ibiza