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    Blick auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz (Symbolbild)

    Bundesweit erster Oberbürgermeister der AfD? – „Richtungswahl für ganz Deutschland“

    CC BY-SA 3.0 / Goerlitzinformation/Europastadt Goerlitz GmbH / Görlitz, Peterskirche
    Politik
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    AfD-Politiker Sebastian Wippel liegt nach der ersten Runde der Wahl zum Oberbürgermeisteramt im sächsischen Görlitz vorn. Er erhielt zwar die meisten Stimmen, doch für die entscheidende Mehrheit reichte es noch nicht. Jetzt steht eine Stichwahl an.

    Görlitz könnte als erste deutsche Stadt einen Oberbürgermeister von der AfD bekommen. Bei einer Wahlbeteiligung von 58,6 Prozent stimmten im ersten Wahlgang 9710 Wahlberechtigte für den Spitzenkandidaten Sebastian Wippel (36), teilte die Wahlleiterin Cornelia Herbst am Sonntagabend mit, berichtet „Die Welt“.

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    Das entspricht circa 36,4 Prozent der Stimmen, die in der östlichsten Stadt Deutschlands abgegeben wurden. Da Polizeioberkommissar Wippel am Sonntag die absolute Mehrheit verfehlte, muss er sich am 16. Juni einem zweiten Wahlgang stellen. Bei der Stichwahl würde dann schon eine relative Mehrheit der Stimmen ausreichen.

    Stephan Meyer, Parlamentarischer Geschäftsführer der sächsischen CDU-Landtagsfraktion, nannte die in der knapp 56.000 Einwohner zählenden Stadt am Sonntag erfolgten Wahlen als „Richtungswahl für ganz Deutschland". Es ginge darum, ob Görlitz weiter von „proeuropäischen Menschen" gestaltet werde oder ein eher „antieuropäisches Signal" aussende, betonte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus im Vorfeld.

    Für den Kandidaten der CDU Octavian Ursu (51) stimmten am Sonntag 8077 Wähler, er erhielt so 30,3 Prozent der Stimmen. Bei Franziska Schubert von den Grünen machten 7436 Wahlberechtigte ihr Kreuz auf dem Stimmzettel (27,9 Prozent). Linke-Politikerin Jana Lübeck kam mit 1470 Stimmen (5,5 Prozent) auf Platz 4.

    Grünen-Politikerin Schubert ließ noch offen, ob sie überhaupt zur Stichwahl antrete: „Wenn ich denke, dass ich den Abstand nicht überbrücken kann, werde ich mir überlegen, ob ich antrete zum zweiten Wahlgang. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst. Ich möchte nicht, dass die AfD den Oberbürgermeister in dieser Stadt stellt“.

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    Die AfD ist in Görlitz populär: Sie schnitt bei der letzten Bundestagswahl mit 32,9 Prozent der Zweitstimmen um sechs Prozentpunkte besser ab als die Christdemokraten.

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    Tags:
    Wahl, Bürgermeister, AfD, Deutschland