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    Raketenbehälter des S-400-Luftabwehrsystems

    S-400-Deal abgeschlossen: Russische Spezialisten in Türkei erwartet – Verteidigungsminister

    © Sputnik / Artem Schitnew
    Politik
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    Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hat gegenüber dem TV-Sender „Haber Turk“ erklärt, dass das russische technische Personal zur Installation der S-400-Systeme in die Türkei kommen soll.

    Die Fragen um den S-400-Erwerb seien gelöst, sagte der türkische Verteidigungsminister.

    „Der Deal ist abgeschlossen. Unser Präsident wiederholte dies viele Male“, betonte er.

    Für die Installierung der Raketensysteme sollen ihm zufolge russische Spezialisten in die Türkei kommen. Genaue Zeitangaben wurden dabei nicht gemacht. 

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    In Bezug auf die Lieferungstermine sagte der Verteidigungsminister, dass im Juni die Systeme noch nicht geliefert werden könnten. „Sie kommen in den bevorstehenden Monaten. Der Prozess wurde bereits in die Wege geleitet“, erläuterte er.

    Auf die Frage der Journalistin, wie die Türkei im Fall des US-Verzichts auf die F-35-Lieferung reagieren werde und ob Ankara die russischen Su-57 als Alternative betrachten werde, antwortete er: Falls die USA die Position im Rahmen des Abkommens ändern, würden wir „unsere eigene Welt“ erschaffen.  

    Darüber hinaus dementierte der Minister Medienberichte, wonach Washington die Türkei aufgefordert habe, Ende der ersten Juniwoche den S-400-Kauf zu annullieren. 

    Die USA und andere Nato-Länder hatten Ankara wiederholt wegen des Deals mit Moskau kritisiert. Zudem hatte das Pentagon der Türkei klar gemacht, dass der Erwerb der russischen S-400 Raketenabwehrsysteme ihre Teilnahme am Programm zur Entwicklung des neuesten US-amerikanischen F-35-Jagdbombers völlig ausschließen werde.

    Die an die Türkei zu liefernden Fla-Raketenkomplexe S-400 werden laut den Worten des türkischen Außenministers, Mevlüt Çavuşoğlu, nicht ins Nato-Raketenabwehrsystem integriert und stellen auch keine Bedrohung für US-amerikanische F-35 Jagdflugzeuge dar.

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    Tags:
    Deal, Raketenabwehrsystem S-400, Hulusi Akar, USA, Russland, Türkei