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08:51 13 November 2019
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    Angehöriger der kosovarischen Sonderpolizeikräfte nahe der Stadt Mitrovica am 28. Mai 2019

    „Nicht die letzte Provokation“: Experte zu Eskalation im Nord-Kosovo

    © AFP 2019 / ARMEND NIMANI
    Politik
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    Der Ex-Generalstabschef der serbischen Truppen, Branko Krga, hat gegenüber Sputnik das Eindringen von Kräften der Spezialeinheit der Kosovarischen Polizeieinheit „Regional Operational Support Unit“ (ROSU) im nördlichen von Serben besiedelten Teil der kosovarischen Stadt Mitrovica kommentiert.

    Laut Krga, der als Generalstabschef der jugoslawischen Streitkräfte und der Streitkräfte Serbiens und Montenegros in der Zeitspanne von 2002 bis zu 2005 tätig war, handelt es sich bei dem Angriff um eine Provokation. Das sei „bisher noch kein“ Versuch seitens Pristina gewesen, den Nordkosovo zu erobern.

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    „Das ist eine von inzwischen vielen ähnlichen Provokationen, mit denen sie die Reaktionen Serbiens prüfen wollen, wie es sich verhalten wird“, sagte der Experte.

    Gleichzeitig stärkt das die albanische Position, ihre vorhandenen Ressourcen einzusetzen, „um zunehmend Probleme durch einen Militär-Einsatz lösen“ zu können. Die Provokation sei mit der Parlament-Sitzung vom 27. Mai verbunden, die der Besprechung von Belgrads offiziellem Kosovo-Plan gewidmet worden sei.

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    Die heutigen Geschehnisse im Kosovo werden nicht in einen großen militärischen Konflikt münden, so Krga. Dennoch werde das nicht die letzte Provokation Pristinas sein.

    Kräfte der Spezialeinheit der Kosovarischen Polizei, die „Regional Operational Support Unit“ (ROSU), waren am frühen Dienstagmorgen im nördlichen von Serben besiedelten Teil der kosovarischen Stadt Mitrovica eingedrungen. Nach Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug wurden 13 serbische Polizisten festgenommen.

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    Der serbische Präsident, Aleksandar Vucic, hatte am Montag gewarnt, dass Pristina unter dem Vorwand von Korruptionsvorwürfen gegen einige kosovarische Polizisten serbischer Herkunft Truppen in diesen Teil von Mitrovica schicken könnte.

    Der Kosovo-Konflikt

    1999 hatte die bewaffnete Konfrontation der albanischen Separatisten von der paramilitärischen „Befreiungsarmee des Kosovo“ einerseits und der jugoslawischen Armee wie Polizei andererseits Nato-Bombenangriffe auf Jugoslawien zur Folge gehabt. Die Nato-Luftschläge dauerten vom 24. März bis zum 10. Juni 1999 an. Die genaue Opferzahl dieser Operation ist bis heute nicht bekannt. Nach Angaben der serbischen Behörden kamen dabei etwa 2500 Menschen ums Leben, darunter 89 Kinder. Weitere 12.500 Menschen wurden verletzt.

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    Der materielle Schaden des Einsatzes wird auf 30 bis 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Militäreinsatz wurde ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates durchgeführt. Als Anlass dafür galt die Behauptung vieler westlichen und besonders der Nato-Länder, die jugoslawischen Behörden hätten ethnische Säuberungen in der autonomen Provinz Kosovo unternommen und dort eine humanitäre Katastrophe provoziert.

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    Tags:
    NATO, Jugoslawien, KFOR, Geopolitik, Militär, Konflikt, Krieg, Kosover Behörden, Kosowo, Kosovo, Nordkosovo, Serbien