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15:59 21 September 2019
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    Venezuelas Präsident Nikolas Maduro (Archiv)

    Maduros Regierung schlägt versöhnliche Töne gegenüber Deutschland an

    © AP Photo / Fernando Llano
    Politik
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat am Dienstag Vertreter von 29 Ländern Lateinamerikas und der Karibik zu einer Konferenz im Auswärtigen Amt empfangen. Das einzige Land, das nicht eingeladen wurde, war Venezuela. Trotzdem reiste der Vize-Außenminister von Präsident Maduro nach Berlin.

    Der venezolanische Vize-Außenminister, Yván Gil, traf sich in Berlin mit den Linken-Bundestagsabgeordneten und nahm an einer Protestveranstaltung gegen die Venezuela-Politik der Bundesregierung in der Berliner Veranstaltungshalle „Urania“ teil, zu der etwa 750 Menschen kamen.

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    „Die Beziehungen zwischen Deutschland und Venezuela befinden sich in der Tat in einer Krise“, sagte Gil der Deutschen Presse-Agentur. „Trotzdem sind wir immer zu Gesprächen bereit.“

    Er forderte Beziehungen, die auf „gegenseitigem Respekt“ beruhen.

    Seit Januar tobt in Venezuela ein Machtkampf zwischen Nicolas Maduro und dem selbst ernannten, von den USA und der EU unterstützten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Russland, China, Mexiko sowie viele andere Staaten erkennen Guaido nicht als Interimspräsidenten an.

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    Maduros Regierung wertet die westliche Unterstützung für den selbsternannten Präsidenten Guaidó als völkerrechtswidrige Einmischung in innere Angelegenheiten. Aus diesem Grund war der deutsche Botschafter Daniel Kriener Ende März ausgewiesen worden. Dieser hatte zuvor Guaido auf dem Flughafen in Caracas in Empfang genommen, um dessen mögliche Festnahme zu verhindern.

    „Venezuela hat den deutschen Botschafter zur Persona non grata erklärt. Aber wir würden gerne sobald wie möglich zur Normalität zurückkehren“, fuhr Gil fort.

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