01:16 23 Januar 2020
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    Madrid zeigt sich von der Reaktion Moskaus auf die jüngsten Äußerungen des spanischen Außenministers Josep Borrell „unangenehm überrascht“. Dieser hatte Russland zuvor als „alten Feind“ bezeichnet. Daraufhin wurde der spanische Botschafter ins russische Außenministerium einbestellt. Aus Madrids Sicht hat Moskau „überreagiert“.

    Der spanische Außenminister, Josep Borrell, hatte zuvor in einem Interview für die Zeitung „El Periodico“ Russland als „alten Feind“ und „Bedrohung“ bezeichnet.

    „Unser Verbündeter (die USA) kehrt uns den Rücken. Unser alter Feind Russland sagt wieder ,hier bin ich‘ und ist wieder eine Bedrohung, und China scheint ein Rivale zu sein“, so Borrel. Deshalb müssten die Europäer ihre Kräfte bündeln.

    Daraufhin wurde der spanische Botschafter in Moskau ins russische Außenministerium zitiert. Moskau wertete die Aussagen des spanischen Chefdiplomaten als unfreundlich.

    Quellen aus dem spanischen Außenministerium haben inzwischen gegenüber „El Periodico“ bestätigt, dass die Reaktion Russlands sie negativ überrascht habe.

    „Wir glauben, dass es (Russland – Anm. d. Red.) überreagiert hat, indem es eine Reihe von Überlegungen über die globale Geopolitik, die aus europäischer Sicht angestellt wurden, im Sinne von bilateralen Beziehungen interpretiert hat“, zitiert die Zeitung einen namentlich nicht genannten Sprecher. 

    „Und uns hat überrascht, dass sie diese Reaktion öffentlich gemacht haben“, hieß es weiter.

    Das Verhältnis zwischen Spanien und Russland verschlechterte sich etwas vor dem Hintergrund der Unabhängigkeitsproteste in Katalonien. Madrid warf Moskau eine Einmischung vor, Russland wies diesen Vorwurf als unbegründet zurück.

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    Tags:
    Feind, Außenministerium, Botschafter, Russland, Spanien