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03:36 18 Oktober 2019
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    Abbas Araghchi, stellvertretender Außenminister des Iran (Archiv)

    Teheran: Iran zu Krieg mit USA bereit – tritt aber für Dialog ein

    © AP Photo / Vahid Salemi
    Politik
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    Der Iran ist zu einem möglichen Krieg bereit, spricht sich allerdings für einen Dialogbeginn mit den USA aus. Das teilte der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araghchi gegenüber der Agentur RIA Novosti mit.

    „Ich hoffe, dass wir einen Dialog beginnen können, wir sind aber zu einem Krieg bereit“, sagte Araghchi bei einem Katar-Besuch.

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    Teheran sei für beide Szenarien und  für jegliche Entwicklung der Geschehnisse gewappnet. Ein Krieg wäre allerdings eine Katastrophe „für alle in der Region“.

    „Wir wissen, dass es einzelne Elemente und Menschen gibt, die ihren eigenen Zielen zuliebe versuchen, die USA zu einem Krieg mit dem Iran anzustacheln“.

    Araghchi drückte die Hoffnung aus, dass die „Weisheit in Washington Oberhand“ erlange und die Amerikaner nicht „den größten Fehler in der Geschichte der Region begehen“ würden. Teheran sei jedoch zu einem Kriegsszenario bereit und Washington sei sich offenbar der Fähigkeit des Irans in diesem Zusammenhang bewusst.

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    „Das ist aber nicht das, was wir wollen. Wir treten für den Frieden ein“.

    Zuspitzung der Situation um den Iran

    Zu einer neuen Zuspitzung der Beziehungen zwischen Washington und Teheran kam es, als Washington die Islamische Revolutionsgarde als terroristische Organisation eingestuft hatte. Teheran stempelte im Gegenzug das Zentrale Kommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) zu Terroristen und die USA selbst zum „Sponsor des Terrorismus“ ab.

    Zudem hatte der Iran bekanntgegeben, dass er sich teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

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    Der Iran hatte seine Handlungen auf die Verstöße gegen das Atomabkommen vonseiten der USA und die von Washington verhängten Sanktionen zurückgeführt.

    Washington plant zudem die Entsendung weiterer Truppen in den Nahen Osten. Hintergrund dieser Entscheidung ist anscheinend der sich verschärfende Konflikt mit dem Iran.

    Wie US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington erklärte, handele es sich dabei um rund 1500 Soldaten, die vor allem eine „schützende” Rolle einnehmen sollen.

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    Tags:
    Dialog, Konflikt, Krieg, USA, Iran