16:00 04 Dezember 2020
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen Gesetzentwurf über das Aussetzen des INF-Abrüstungsvertrags zwischen den USA und Russland ins Parlamentsunterhaus eingebracht. Dies teilte der Sprecher der russischen Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin am Donnerstag mit.

    Laut dem Text des Dokumentes hat der Präsident das Recht, den Vertrag wieder in Kraft zu setzen.

    In den letzten Jahren werfen Moskau und Washington einander regelmäßig vor, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Washington geht davon aus, dass Moskau die wahren Möglichkeiten des neuartigen Marschflugkörpers 9M729 für Iskander-Komplexe verheimlicht. Dem Pentagon zufolge hat diese Rakete eine Flugweite von mehr als 500 Kilometern. 

    Moskau weist die Anschuldigungen als aus der Luft gegriffen zurück und fordert von den USA, ihre Vorwürfe mit konkreten Fakten zu untermauern.

    >>>Mehr zum Thema: Moskau reagiert auf US-Pläne zu Tests von Abfangraketen SM-3 Block IIA<<<

    Der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene Abrüstungspakt sieht die Abschaffung aller bodengestützten, nuklear bestückbaren Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern vor.

    >>>Mehr Artikel: Was kann Zerfall von INF-Vertrag für Europa bedeuten? – Russischer General erläutert<<<

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    Tags:
    Putin, Aussetzen, Abrüstung, INF-Vertrag, USA, Russland