02:39 20 November 2019
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    Russlands Raketensysteme S-400 (Archiv)

    Experte offenbart: So werden russische Raketensysteme S-400 in der Türkei aufgestellt

    © Sputnik / Pressedienst des baltischen Gebietes
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    Das türkische Militär erwartet technisches Personal aus Russland, das die neuen Raketensysteme S-400 aufstellen wird. Das teilte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mit. Nach seinen Worten hat Ankara diese Systeme für die Sicherheit der in der Türkei lebenden 82 Millionen Menschen gekauft.

    Der Vorsitzende der gesellschaftlichen Organisation „Offiziere Russlands“, Generalmajor der Luftstreitkräfte, Träger des Ordens „Held Russlands“, Sergej Lipowoi, sprach mit Sputnik darüber, welche Bedingungen für die Aufstellung der Raketensysteme „Triumph“ nötig sind.

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    Dafür ist nach seinen Worten ein Vertrag über den Kauf der Raketensysteme nötig – und diesen haben die Seiten und erfüllen ihn auch. „Dann sollten auf Basis dieses Vertrages die Anlagen hergestellt und zum künftigen Stationierungsort transportiert werden. Gleichzeitig muss das Personal angestellt werden (…), dem die technische Wartung der Anlagen beigebracht wird. Und wenn sich die zuständige Kommission vergewissert hat, dass diese Fachkräfte dazu fähig sind, werden  sie dorthin gebracht, wo die Systeme unmittelbar aufgestellt werden sollen“, so der General.

    Konzern Almas-Antej sieht Garantiefrist für S-400-Raketen vor

    Türkische Fachkräfte werden aktuell in Russland entsprechend ausgebildet, und viele Prozesse verlaufen parallel: „Demnächst werden sie sich gemeinsam mit russischen Ingenieuren mit der Einstellung und mit Kontrolltests der Anlagen beschäftigen. Also wenn die Türkei bald russische Experten erwartet, wird die Ausbildung der türkischen Spezialisten in Russland wohl bald zu Ende gehen. Und wenn alle Anlagen auf- und eingestellt worden sind, und wenn die türkischen Spezialisten ihre Fähigkeiten zum Betrieb dieser Anlagen unter Beweis gestellt haben, wird ein entsprechendes Übergabeprotokoll signiert, und dann werden die türkischen Fachkräfte die Aufgabe übernehmen“, so der Experte.

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    Das sei nicht das erste Mal, dass Russland seine Waffen (ob Flugzeuge, Raumapparate, Satelliten oder Luftabwehrsysteme) anderen Ländern überlasse, sagte Lipowoi weiter. Dieses System habe inzwischen seine Effizienz gezeigt. „Fachkräfte aus dem jeweiligen Land kommen nach Russland, um ausgebildet zu werden. Ihnen stehen dabei beispielsweise diverse Simulatoren zur Verfügung. Dann bekommen sie die nötige Zulassung, um bei sich zu Hause die entsprechenden Anlagen zu bedienen. Aber der Hersteller der jeweiligen Systeme (im gegebenen Fall der Konzern Almas-Antej) bestimmt eine gewisse Garantiefrist für die Anlagen: Das könnte ein halbes oder ein ganzes Jahr, oder sogar fünf Jahre sein. Falls Probleme entstehen sollten, werden russische Experten kommen, um diese zu beseitigen. Aber normalerweise funktionieren russische Waffen problemlos, wie Kalaschnikow-Maschinenpistolen. Sie sind leicht zu bedienen und sehr zuverlässig“, stellte Lipowoi fest.

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    Tags:
    Kauf, Vertrag, Raketenabwehrsystem S-400, Aufstellung, Menschen, Sicherheit, Türkei, Russland