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08:47 19 Oktober 2019
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    Flugabwehr-Raketensysteme S-400 (Archiv)

    Putin lehnt offenbar Iran-Gesuch um S-400-Kauf ab – Bloomberg

    © Sputnik / Alexej Malgawko
    Politik
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    Russland soll ein iranisches Gesuch um den Kauf der Raketensysteme vom Typ S-400 abgelehnt haben, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Quellen.

    Bloomberg erläutert, Moskau meine, dass das Abkommen zu einem Spannungswachstum in der Nahost-Region führen könne.

    „Die Reaktion Russlands auf das Gesuch des Iran spiegelt die delikate Kräftebalance im Persischen Golf wider, wo sich ein Showdown zwischen der Islamischen Republik, den USA und ihren arabischen Verbündeten vorbereitet“, heißt es im Artikel

    Die Bitte soll demnach persönlich vom russischen Präsidenten, Wladimir Putin, abgeschlagen worden sein. 

    Der iranische Außenminister, Mohammed Dschawad Sarif, hatte Anfang Mai Moskau besucht und war am 8. Mai mit seinem russischen Amtskollegen, Sergej Lawrow, zusammengekommen.

    Nun äußerte sich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dazu:

    „Ich verfüge nicht über solche Informationen.“

    Er rief dazu auf, Mitteilungen solcher Art  gründlich zu prüfen: „Man muss bei Informationen Vorsicht walten lassen.“

    S-400

    Das russische S-400- Luftverteidigungssystem wurde für den hocheffizienten Schutz wichtiger politisch-administrativer, wirtschaftlicher und militärischer Objekte vor Luftangriffen aller Flugzeug-und Drohnentypen, strategischer geflügelter, taktischer und operativ-taktischer ballistischer Raketen sowie ballistischer Mittelstreckenraketen entwickelt.

    Bei Kampf-und elektronischen Gegenmaßnahmen kann jedes System mit einer Reichweite von 400 Kilometern mit insgesamt 72 Raketen gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe angreifen.

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    Russland liefert derzeit die S-400-Systeme an China. Die Verträge über deren Lieferung wurden mit der Türkei und Indien geschlossen. Den möglichen Kauf erwogen auch Algerien, Vietnam, Ägypten, der Iran, Katar, Marokko und Saudi-Arabien.

    Zuspitzung der Situation

    In der letzten Zeit hat sich die Lage um den Persischen Golf und den Iran verschärft – die Vereinigten Staaten hatten in der Nähe des Golfs mindestens sieben Kriegsschiffe stationiert und das Flugabwehrraketensystem Patriot dorthin verlegt. Dem Pentagon nach handelt es sich dabei um eine Reaktion auf „die Anzeichen für die zunehmende Bereitschaft des Irans, Offensivoperationen gegen US-Streitkräfte durchzuführen“.

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    Die Situation eskalierte, nachdem Teheran bekanntgegeben hatte, dass sich der Iran teilweise aus dem Atomabkommen, dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) für das iranische Atomprogramm vom Jahr 2015, zurückziehen werde.

    Laut dem iranischen Außenministerium hatte der Hohe Sicherheitsrat des Landes diese Entscheidung getroffen. Schriftliche Kündigungen von Teilen der Atom-Vereinbarungen seien an die Regierungen Chinas, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands sowie an die EU übergeben worden, hieß es in Teheran.

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    Der Iran hatte seine Handlungen mit den Verstößen gegen das Atomabkommen vonseiten der USA sowie mit den von Washington verhängten Sanktionen begründet. Darüber hinaus seien die übrigen am Abkommen beteiligten Staaten unfähig, die entstandenen Probleme angemessen zu lösen, verlautete es aus Teheran.

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    Tags:
    Spannungen, Wladimir Putin, Kauf, S-400, Persischer Golf, USA, Iran, Russland