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21:32 20 Oktober 2019
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    US-Präsident Donald Trump (Archivbild)

    BMW, Volkswagen und Daimler auch betroffen: Trump droht Mexiko mit Importzöllen

    © AP Photo / Evan Vucci
    Politik
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    Der amerikanische Präsident Donald Trump hat via Twitter Importzölle auf sämtliche mexikanische Waren angekündigt, um das Land zu Maßnahmen gegen illegale Migranten zu bewegen.

    Ab dem 10. Juni werden demnach Zölle in Höhe von fünf Prozent auf alle Einfuhren aus Mexiko erhoben. „Der Zoll wird stufenweise steigen, bis das Problem der illegalen Einwanderung gelöst ist“, twitterte der US-Präsident.

    ​Die Zölle würden bis zum 1. Oktober schrittweise auf 25 Prozent ansteigen, sollte Mexiko nicht wirksame Maßnahmen ergreifen, um illegale Migranten Richtung USA zu stoppen, heißt es auf der Webseite des Weißen Hauses. Aus dem Schreiben verlautet unter anderem: Dieses Verhalten Mexikos stelle einen „Notstand und eine außerordentliche Bedrohung für die nationale Sicherheit und Wirtschaft der Vereinigten Staaten dar“.

    Die geplanten Zölle seien „desaströs“, kommentierte der stellvertretende mexikanische Außenminister Jesus Seade. Sollten sie das wirklich machen, würde „Mexiko energisch reagieren“.

    Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador schrieb in einem Brief an Trump: „Ich will keine Konfrontation.“

    ​Er bat um ein Treffen von Vertretern beider Staaten am Freitag in Washington, in dessen Rahmen eine Lösung gefunden werden solle.

    Von den Importzöllen wären Reuters zufolge auch deutsche Autobauer wie BMW, Volkswagen und Daimler betroffen, weil sie wie zahlreiche Konkurrenten in Mexiko Fahrzeuge für den US-Markt produzieren. Laut der Nachrichtenagentur verlieren die Aktien der Autobauer, die in Mexiko für den amerikanischen Markt herstellen, im Geschäft von Lang & Schwarz bis zu 1,5 Prozent.

    Die Zahl illegaler Grenzübertritte von Mexiko in die USA hat in den vergangenen Monaten zugenommen. US-Grenzer haben allein im April 109.000 Migranten inhaftiert, die illegal die amerikanisch-mexikanische Grenze passiert hatten. Somit haben die monatlichen Festnahmen seit 2007 ein Rekordhoch erreicht.

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    Im Präsidentschaftswahlkampf war der Bau einer Mauer zu Mexiko eines der zentralen Versprechen Trumps. Im Februar rief der Präsident an der Grenze den Nationalen Notstand aus.

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    Tags:
    Mauer, Migranten, Andreas Manuel Lopez Obrador, Donald Trump, Weißes Haus, BMW, Daimler AG, Volkswagen, Deutschland, Strafzölle, Mexiko, USA