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    Demonstration am al-Quds-Tag in Teheran, 31. Mai 2019

    Zehntausende Iraner demonstrieren gegen Trumps Nahost-Friedensplan – FOTOs und VIDEO

    © AFP 2019 / TASNIM NEWS AGENCY
    Politik
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    Zehntausende Iraner haben am Freitag gegen den geplanten Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump protestiert. „Tod Amerika”, „Tod Israel” und „Jerusalem ist die ewige Hauptstadt Palästinas” war auf Plakaten bei den Kundgebungen zum Al-Kuds-Tag zu lesen, die landesweit in rund 950 Orten abgehalten wurden.

    Auf Fotos, die auf arabischen Internet-Seiten veröffentlicht wurden, war zudem zu sehen, wie Demonstranten israelische und US-Flaggen sowie eine Trump-Maske verbrannten, meldet die Agentur Reuters am Freitag.

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    Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Der Al-Kuds-Tag wird im Iran als Feiertag begangen und immer wieder für Massendemonstrationen gegen Israel genutzt.

    Blick auf US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in dem Arabischen Meer am 17. Mai 2019
    © Foto : U.S. Navy/Mass Communication Specialist 2nd Class Ryre Arciaga

    Trump hat zur Wiederbelebung des Friedensprozesses einen Nahost-Friedensplan angekündigt, den er als „ultimativen Deal” bezeichnet hat. Er sieht zunächst Investitionen arabischer Länder in den Palästinenser-Gebieten vor. Politische Fragen wie etwa der Status von Jerusalem sollen erst in einem zweiten Schritt geklärt werden. Die Palästinenser haben den Plan bereits entschieden zurückgewiesen, weil sie die israelische Seite begünstigt sehen.

    Auch im Irak gingen tausende Mitglieder schiitischer Milizen auf die Straße, um ihrem Protest gegen den Friedensplan Luft zu machen. Die Milizen werden vom Iran ausgebildet, unterstehen aber offiziell der Regierung in Bagdad.

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    Zuvor war berchtet worden, dass der Iran zu einem möglichen Krieg bereit ist, sich allerdings für einen Dialogbeginn mit den USA ausspricht. Das teilte der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araghchi gegenüber der Agentur RIA Novosti am 29. Mai mit. „Ich hoffe, dass wir einen Dialog beginnen können, wir sind aber zu einem Krieg bereit”, sagte Araghchi bei einem Katar-Besuch. Teheran sei für beide Szenarien und für jegliche Entwicklung der Geschehnisse gewappnet. Ein Krieg wäre allerdings eine Katastrophe „für alle in der Region”.

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    Tags:
    Palästina, Jerusalem, Israel, USA, Iran