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22:39 15 Juli 2019
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    Das US-Außenministerium in Washington

    USA wollen Menschenrechte umformulieren

    © AP Photo / Luis M. Alvarez
    Politik
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    Die USA tragen sich mit der Idee, den Sinn des Begriffs Menschenrechte zu revidieren. Das teilte der Fernsehsender ABC News mit.

    US-Außenminister Mike Pompeo ist dabei, in der von ihm geleiteten Behörde eine Sonderkommission einzusetzen, die die Menschenrechte entsprechend „dem natürlichen Gesetz und dem natürlichen Recht“ umformulieren soll.

    „Es kommt darauf an, wie wir die Menschenrechte im Rahmen unserer diplomatischen Arbeit auffassen“, so Pompeo. Für die Menschenrechte müsse eine eindeutige Definition stehen, die es den Diplomaten erlauben werde, sie mit ihrer Arbeit möglichst effektiv voranzubringen, fügte der Minister hinzu.

    Wie ABC News dazu anmerkte, habe die von Pompeo bekundete Absicht bei den Menschenrechtlern, vor allem bei den Verfechtern der Frauenrechte sowie bei Menschen mit nicht traditioneller Sexualorientierung, Besorgnis ausgelöst. Die Ursache liegt in der konkreten Deutung des Begriffs „natürliches Recht“, das viele konservative Denker als Synonym für den Begriff „Gottes Recht“ gebrauchen.

    Der Sender erwähnte in diesem Zusammenhang das Buch „Zum Schutz des natürlichen Rechts“ von Robert George, Professor an der Princeton University. Der Autor ruft dazu auf, die Rechte der Homosexuellen und das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzuschränken, sofern dies den religiösen Interessen der Gesellschaft entspreche.

    Pompeo wird selbst die Liste der Mitglieder der Kommission erstellen, der bekanntlich Robert George angehören soll.

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    Tags:
    ABC News, US-Außenministerium, Mike Pompeo, USA