12:24 29 November 2020
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    Kurz vor seinem Besuch in London hat US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit der Zeitung „The Sunday Times“ der May-Nachfolge einige Ratschläge gegeben, darunter auch in Bezug auf den Brexit.

    Demnach sprach sich Trump auch dafür aus, dass Großbritannien seine Schulden bei der EU in Höhe von 39 Milliarden Pfund (zirka 44 Milliarden Euro) nicht bezahlen sollte.

    „Ich würde nicht zahlen“, betonte Trump.

    Wie es heißt, habe Trump London einen „No-Deal“- Brexit empfohlen, sollte Brüssel Londons Bedingungen nicht akzeptieren.  

    „Wenn Du nicht den Deal kriegst, den Du möchtest, wenn Du keinen fairen Deal kriegst, dann gehst Du raus“, sagte er auf die Frage, was er dem Nachfolger der scheidenden Premierministerin Theresa May raten würde.

    Zudem rief Trump London dazu auf, den Brexit-Partei-Politiker und EU-Abgeordneten Nigel Farage in die Verhandlungen zu integrieren. London hat laut Trump noch Zeit, von seinen Tipps Gebrauch zu machen. 

    Zuvor hatte die Premierministerin Großbritanniens, Theresa May, angekündigt, dass sie am 7. Juni den Posten der Chefin der Konservativen Partei verlassen werde. Zu dieser Erklärung hatten sie ihre Parteigenossen gezwungen – darunter Mitglieder des Ministerkabinetts, die mit dem überarbeiteten Abkommen mit der EU zum Brexit unzufrieden waren.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Wegen mutmaßlicher Brexit-Lüge: Boris Johnson muss vor Gericht>>>

    Das Feld der potenziellen Nachfolger ist groß. Die besten Chancen werden Ex-Außenminister Boris Johnson eingeräumt. Ihm trauen viele zu, enttäuschte Brexit-Wähler wieder einzufangen. Der Konservativen Partei droht am Sonntagabend, wenn die Ergebnisse der Europawahl verkündet werden, ein böses Erwachen. Letzte Umfragen hatten die Brexit-Partei von Nigel Farage bei knapp 40 Prozent gesehen. Die Tories dümpelten dagegen im einstelligen Bereich.

    Der Präsident der Vereinigten Staaten und seine Ehefrau Melania Trump kommen am 3. Juni zu einem Staatsbesuch nach London.

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    Tags:
    Melania Trump, Nigel Farage, Boris Johnson, Donald Trump, Theresa May, Großbritannien, USA