02:56 07 Juli 2020
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    Nato-Chef Jens Stoltenberg hat am Sonntag in Tirana die Absicht der Allianz bekräftigt, ein Programm zur Einrichtung eines modernen Fliegerstützpunktes in Albanien weiter in die Tat umzusetzen.

    Der Militärflugplatz soll in Kuçova, einer Industriestadt in Mittelalbanien, entstehen, die in den 1950er Jahren mit sowjetischer Hilfe entwickelt wurde und von 1950 bis 1990 „Qyteti Stalin“ (deutsch: Stalin-Stadt) hieß.

    „Die Nato unterstützt die Sicherheit Albaniens. Wir investieren 51 Millionen Euro in die Modernisierung der bereits vorhandenen Objekte auf dem Militärflugplatz in Kuçova sowie in Projekte zur Aufbewahrung und Logistik von Brennstoff…“, sagte Stoltenberg nach einem Treffen mit dem albanischen Premier, Edi Rama, in Tirana.

    Laut Stoltenberg zeige dies, wie die Allianz durch ihre Investitionsprogramme ihre Partner unterstütze.

    Wie er betonte, setze die Nato ihr Programm wie geplant weiter fort. Keinerlei politische Ereignisse würden einen Einfluss darauf ausüben.

    „Diese Entscheidung wurde auf der Basis der Empfehlungen unseres Militärkommandos, unserer militärischen Planung getroffen“, so der Nato-Chef.

    Indes dauern die Massenproteste gegen die Regierung Albaniens bereits mehrere Monate an. Zuvor hatte Anführer der Opposition und Vorsitzende der Demokratischen Partei, Lulzim Basha, dem Regierungschef Edi Rama vorgeworfen, einen „Krieg gegen das eigene Volk entfesselt zu haben“. Zudem soll Basha die jetzige Regierung Albaniens als „ kriminelle Junta“ bezeichnet haben.

    Noch im August 2018 hatte der albanische Premierminister, Edi Rama, den Bau der ersten Luftwaffenbasis der Nato auf dem Balkan, in Zentralalbanien, angekündigt.

    Albanien ist seit April 2009 Nato-Mitglied.

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    Tags:
    Lulzim Basha, Edi Rama, Bau, Militärbasis, Jens Stoltenberg, Albanien, NATO