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09:57 21 Oktober 2019
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    Jubiläum für Nazi-Spiele? Seehofer will keine Berliner Olympia-Bewerbung für 2036

    © REUTERS / Axel Schmidt
    Politik
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    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht sich gegen eine Bewerbung der Bundeshauptstadt für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2036 aus. Das sei „nicht denkbar“, sagte der für Sport zuständige Minister in einem Zeitungsinterview.

    Olympia in Deutschland 100 Jahre nach den Nazi-Spielen 1936 - für Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kommt das nicht in Frage. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erteilte der Minister solchen Überlegungen eine Absage. „Wir bekämen eine unsägliche internationale Diskussion und würden damit auch die olympische Idee beschädigen“, sagte der CSU-Politiker. Seehofer fragte weiter: „Wie würde man das in der Welt sehen? Die Deutschen feiern hundertjähriges Jubiläum bezogen auf die Nazi-Olympiade? Das kann nicht sein.“ Die Nationalsozialisten hatten die Spiele 1936 in Berlin zu ihren Propagandazwecken missbraucht.

    Der Deutsche Olympische Sportbund möchte sich nach der letzten Absage für den Austragungsort Hamburg jetzt wieder bewerben. Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hatte sich für eine neuerliche Bewerbung der Hauptstadt eingesetzt und dabei das Jahr 2036 ins Gespräch gebracht. Allerdings gibt es auch eine deutsche Bewerbung und zwar für die Region Rhein Ruhr. Die hat der Sportmanager Michael Mronz ins Leben gerufen. Die Initiative aus Privatunternehmen peilt Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2032 an.

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    Tags:
    CSU, IOC, Bewerbung, Deutschland, Bundesministerium des Inneren (BMI), NSDAP, Drittes Reich, Horst Seehofer, Olympia, Olympische Spiele, Berlin