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06:23 12 November 2019
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    Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht, bei einer politischen Veranstaltung in Berlin (Archiv)

    Wagenknecht macht weiter: Ostdeutschland zuliebe

    © AFP 2019 / Michael Sohn
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    Die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht, will ihren Rückzug aus dem Amt doch noch einmal verschieben. Zunächst hatte es geheißen, die Linksfraktion im Deutschen Bundestag wolle noch vor der Sommerpause eine neue Spitze wählen. Nun die Kehrtwende: Wagenknecht haben Hilferufe aus Ostdeutschland erreicht.

    Die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag will sich offenbar mehr Zeit lassen mit der Wahl einer Nachfolgerin für die scheidende Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht. Die 49-Jährige habe sich bereit erklärt, die Fraktion mindestens bis Herbst weiterzuführen. Zuletzt war diskutiert worden, die Fraktionsspitze vor der parlamentarischen Sommerpause Ende Juni neu zu besetzen. Ihr persönlich wäre das lieber gewesen, so Wagenknecht gegenüber Medienvertretern, doch nun habe sie ihre Pläne geändert.

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    Blick gen Osten

    Wagenknecht erklärte, es habe in ihrer Partei die ausdrückliche Bitte der ostdeutschen Landesvorsitzenden gegeben, mit Blick auf die Wahlkämpfe im Osten jetzt keine Wahlen in der Fraktion durchzuführen. Hinzu komme die allgemeine politische Unsicherheit aufgrund des desolaten Zustands der großen Koalition.

    ​Auch der Co-Vorsitzende Dietmar Bartsch bekräftigt die Verschiebung. Gegenüber dem ZDF bestätigte er, die Fraktionswahl aufgrund des Chaos in der GroKo aufzuschieben:

    „Angesichts dieser Lage, kann man nicht ernsthaft jetzt chaotische Verhältnisse in der Linken produzieren.“

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    Zustimmung signalisierte auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Caren Lay. Sie gehe davon aus, dass in diesem Sommer nicht mehr gewählt werde. Lay ist eine von mehreren Personen in der Fraktion, die als Nachfolgerin von Wagenknecht gehandelt werden.

    Wie geht es weiter?

    Wagenknecht und Bartsch führen die Fraktion seit 2015 und sind regulär bis zum Herbst 2019 gewählt. Die Galionsfigur der Linken hatte im März nach einer krankheitsbedingten Auszeit angekündigt, nicht noch einmal für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren, und dies mit Stress und Überlastung begründet. Linke-Urgestein Gregor Gysi hatte daraufhin angeregt, dass Dietmar Bartsch die Fraktion für eine Übergangszeit allein führen könne. Dieser Vorschlag kam in der Fraktion weniger gut an: Mehrere Frauen in der mehrheitlich weiblich besetzten Fraktion sprachen sich öffentlich für eine paritätische Doppelspitze aus.

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    Tags:
    Gregor Gysi, Überlastung, Stress, Nachfolger, Chaos, ZDF, Dietmar Bartsch, spd, SPD, Große Koalition (GroKo), Große Koalition, Unsicherheiten, Osten, Osten, Ostdeutschland, Ostdeutschland, Berlin, Deutschland, Bundestag, Die LINKE-Partei, Amt