21:08 14 November 2019
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    Основатель WikiLeaks Джулиан Ассанж в полицейском автомобиле (11 апреля 2019). Лондон

    Gericht in Schweden lehnt Antrag auf Haftbefehl gegen Assange ab

    © AP Photo / Victoria Jones/PA via AP
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    Das Gericht der schwedischen Stadt Uppsala hat die Anforderung der Staatsanwaltschaft, den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Abwesenheit zu verhaften, abgelehnt. Dies geht aus einer  Entscheidung des Gerichts hervor.

    „Einer der Gründe für das Ersuchen der Staatsanwaltschaft um Festnahme war die Notwendigkeit, die Ermittlungen fortzusetzen. Der vorherige Haftbefehl wurde jedoch ausgestellt, als Assange in der ecuadorianischen Botschaft war. Zurzeit büßt er aber die Haftstrafe in Großbritannien ab“, erklärte der den Prozess führende Richter.

    „Derzeit scheint die Festnahme von Assange in Abwesenheit eine unverhältnismäßige Maßnahme zu sein.“

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    Fall Assange

    Schweden hatte Assange 2010 wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung angeklagt. Seit 2012 hatte sich der Whistleblower in der ecuadorianischen Botschaft in London verborgen gehalten, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen.

    Im April 2019 hat Ecuador die Asylgewährung für Julian Assange widerrufen und ihn aus der Botschaft in London verwiesen. Der WikiLeaks-Gründer wurde anhand der von Schweden und den USA erteilten Haftbefehle von der Polizei in London festgenommen.

    Die US-Behörden hatten weitere Anschuldigungen gegen den Whistleblower zu 17 Episoden erhoben, die mit rechtswidriger Gewinnung und Offenlegung von Geheiminformationen im Zusammenhang stehen sollen. Nun drohen dem WikiLeaks-Gründer bis zu 175 Jahre Haft. 

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    Assanges Gesundheitszustand habe sich indes wesentlich verschlechtert, er sei auf die Krankenstation des britischen Gefängnisses Belmarsh verlegt worden, teilte WikiLeaks am Mittwoch mit.

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