11:37 20 Oktober 2020
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat sich zu Plänen der USA und der Türkei, eine Arbeitsgruppe für die russischen S-400-Luftabwehrsysteme zu bilden, geäußert.

    Auf die Frage eines Journalisten, ob Ankara Moskau über die Bildung einer solchen Struktur informiert habe, antwortete Peskow wie folgt:

    „Die Türkei braucht uns nicht zu benachrichtigen. Das ist nicht unsere Sache.“

    Ferner erläuterte er: „Unser Ding sowie das Ding unserer türkischen Kollegen ist es, das Abkommen über die Lieferung von S-400 an die Türkei zu erfüllen, das sich in der Umsetzungsphase befindet.“

    „Die Türkei kann dies mit jeglichen Drittländern besprechen“, fügte Peskow hinzu.

    Recep Tayyip Erdogan bei einer Veranstaltung in Istanbul (Archiv)
    © REUTERS / Presidential Press Office / Handout / Kayhan Ozer
    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in einem Telefonat die Bildung einer Arbeitsgruppe angeboten, um Washingtons Sorgen abzubauen, dass die russischen S-400-Systeme die Verwundbarkeiten der modernsten Tarnkappenflugzeuge F-35 entlarven könnten. Am Freitag soll Trump laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge diesem Vorschlag zugestimmt haben, obwohl der US-Staatschef sich sicher sei, dass die Arbeitsgruppe zu demselben Schluss kommen werde, dass die S-400-Komplexe die F-35-Kampfjets gefährden würden. 

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Experte offenbart: So werden russische Raketensysteme S-400 in der Türkei aufgestellt<<<

    Die Türkei besteht aber auf dem Erwerb und hat bereits bekannt gegeben, dass die ersten S-400-Systeme schon im Juli geliefert werden sollen.

    Die Vereinigten Staaten warnen, dass die S-400-Komplexe mit den Nato-Standards nicht vereinbar seien, und drohen Ankara mit Sanktionen. Washington drohte zudem damit, den Verkauf von neuen F-35-Kampfjets an die Türkei abzusagen.

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    Tags:
    Dmitri Peskow, USA, Türkei, Russland