17:00 14 Dezember 2019
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    Feier in Athen anlässlich der Befreiung Griechenlands von der NS-Besatzung (Archivbild)

    Bundesregierung geht nicht auf griechische Reparationsforderungen ein

    © AFP 2019 / LOUISA GOULIAMAKI
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    Die Bundesregierung zeigt keine Bereitschaft, mit Griechenland über Reparationen für die von Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg verursachten Schäden zu verhandeln. Dies meldet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch unter Berufung auf einen Sprecher des Auswärtigen Amts.

    Das Thema sei für die Bundesregierung „rechtlich und politisch abgeschlossen“, hieß es.

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    Am Dienstag hatte der griechische Botschafter in Berlin eine sogenannte Verbalnote übergeben, in der die Bundesregierung zu Verhandlungen über Reparationen aufgefordert wird. Der Außenamtssprecher konnte noch nicht sagen, ob die Note beantwortet wird. Er verwies darauf, dass solche Schreiben vertraulich behandelt würden.

    Athen hatte die Verbalnote Ende April angekündigt. Damals beauftragte das Parlament die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras damit, Reparationen von Deutschland zu fordern. Tsipras hatte erklärt, nach dem Ende der Hilfsprogramme für das pleitebedrohte Land sei nun der richtige Augenblick. Es sei ihm wichtig, mit Deutschland auf Augenhöhe und freundschaftlich zusammenzukommen.

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    Nicht nur Griechenland fordert Reparationszahlungen seitens Deutschlands – auch aus Polen wurden seit 2017 aus Kreisen der Regierungspartei PiS wiederholt Forderungen nach Entschädigungen für den Zweiten Weltkrieg laut.

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    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Alexis Tsipras, dpa, Bundesregierung, Kriegsreparationen, Reparationen, Deutschland, Griechenland