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06:48 22 August 2019
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    US-Staatschef Donald Trump bei der Veranstaltung zum D-Day-Jahrestag in Portsmouth (Archiv)

    „Er dominiert Europa wie ein Westentaschendiktator“ – New York Times teilt gegen Trump aus

    © REUTERS / Ian Langsdon/Pool
    Politik
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    Ein Autor der „New York Times“ hat den Auftritt von US-Präsident Donald Trump bei den Gedenkfeierlichkeiten zum D-Day, der Landung der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg, einer harten Kritik unterzogen.

    Der Berichterstatter Roger Cohen von der „New York Times“ hat dem Auftritt von Trump bei der D-Day Gedenkfeier in London einen Artikel gewidmet:

    "Wie klein er ist! Klein im Geist, in Mut, in Würde und in der Staatskunst - dieser amerikanische Präsident, der nichts über Geschichte weiß und sich noch weniger darum sorgt, und der nun mit seiner Familie im Schlepptau Europa dominiert wie ein Westentaschendiktator mit einem verängstigten Gefolge".

    Roger Cohen findet die Anwesenheit von Trump, „den Vietnam-Drückeberger, den Umschwärmer von Autokraten, den Möchtegernzerstörer der Europäischen Union, den Zahlungseinforderer der Nato, den Apologeten der weißer Rassisten von Charlottesville“ beleidigend und unangebracht.

    Der Besuch eines Vertreters der Vereinigten Staaten sollte den Erfolg der transatlantischen Beziehungen und die kontinuierliche Beziehung zwischen den Ländern, denen es gemeinsam gelungen war, die Schlacht um die Normandie zu gewinnen, repräsentieren. Für Donald Trump sei das alles heute Schall und Rauch, behauptet der Autor.

    Im Laufe der vergangenen Jahre hatte Trump  mehrmals heftige Kritik an der „The New York Times” geäußert. So hatte die Zeitung zu Trumps Missvergnügen mehrere Berichte unter Berufung auf nichtgenannte Quellen im Weißen Haus veröffentlicht, woraufhin der US-Präsident dem Blatt Fake News unterstellte und eine Pleite prophezeite.

    mg

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