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    St. Petersburger Internationales Wirtschaftsforum (SPIEF) 2019 (19)
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    Deutschland ist beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg so stark vertreten wie seit Jahren nicht mehr. Trotz Sanktionen und Spannungen mit Russland sollen deutsche Unternehmen künftig stärker dabei helfen, die russische Wirtschaft effizienter zu machen.

    Dazu soll am kommenden Freitag eine Absichtserklärung für eine Effizienzpartnerschaft zwischen dem deutschen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und seinem russischen Amtskollegen Maxim Oreschkin unterzeichnet werden. Auf diese Weise wollen die beiden Länder ihre wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit verstärken.

    Das wird das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Konflikts 2014 sein, dass Deutschland und Russland auf Regierungsebene wieder eine bedeutende Erklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnen, wie der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp, der Deutschen Nachrichten-Agentur mitteilte.

    >>>Mehr zum Thema: Russland-Sanktionen: Frankreich weist Ukraine wegen Ultimatum zurecht<<<

    Das Internationale Wirtschaftsforum begann in St. Petersburg am heutigen Donnerstag. Altmaier will dabei für ein günstigeres Investitionsklima für deutsche Unternehmen werben.

    „Das deutsche Engagement in Russland ist trotz des unruhigen Fahrwassers im globalen Außenhandel weiterhin bedeutend“, sagte der Minister laut DPA. „Wir müssen dabei aber wieder neues gegenseitiges Vertrauen schaffen, dann lassen sich auch andere Probleme besser lösen.“

    Am Forum nehmen auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, und Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer teil. Sie wollen ebenfalls die Beziehungen zu Russland intensivieren.

    Deutschland ist in St. Petersburg unter anderem mit solchen Unternehmen wie Siemens, Bayer, BMW, Wintershall und die Deutsche Bank vertreten.

    Insgesamt werden nach Angaben der Organisatoren in diesem Jahr mehr als 15 000 Teilnehmer aus 140 Ländern bei dem Forum erwartet. Es gebe auch 500 Anmeldungen aus den USA von Unternehmen, die trotz der offiziellen Sanktionspolitik Washingtons gegen Moskau weiter an Russland als Markt interessiert seien. Zum Vergleich: Deutschland ist mit mehr als 200 Anmeldungen vertreten.

    om/dpa

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