Widgets Magazine
02:50 20 Juli 2019
SNA Radio
    Soldaten der Roten Armee bei einem Angriff 1943

    „The Times“: Rote Armee brachte erheblich mehr Opfer

    © Sputnik / Mihail Sawin
    Politik
    Zum Kurzlink
    481305

    Zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie schreibt die Londoner „Times“ am Donnerstag: „In Großbritannien wurde an den Sieg als die letzte Operation des Krieges erinnert, bei der britische Kommandeure eine zentrale Rolle spielten, bevor die Amerikaner die militärische Oberherrschaft übernahmen.“

    „Es war aber vor allem ein multinationaler Erfolg. Kanadier, Australier, Neuseeländer, Tschechen, Franzosen, Norweger und Polen - alle diese Länder haben bei der ‚Operation Overlord‘ Menschenleben verloren und waren bei der Zeremonie in Portsmouth vertreten. Manche Kämpfer waren aus Ländern geflohen, die von Hitlers Truppen okkupiert waren. Alle waren getrieben von der Überzeugung, dass die brutale Nazi-Ideologie das verhasste Gegenteil jeder zivilisierten Ordnung war.“

    „Man sollte aber angesichts des D-Days auch nicht allzu triumphierend auftreten. Es wurden Fehler gemacht. Und zu wenig Aufmerksamkeit wurde dem außerordentlichen Kraftaufwand der Roten Armee gewidmet, deren Opfer jene der Alliierten erheblich überwogen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur aus dem Blatt.

    Der russische Präsident Wladimir Putin reagierte gelassen auf die fehlende Einladung zum D-Day-Gedenken in der Normandie. „Wir laden auch nicht alle zu jeder Veranstaltung ein“, sagte Putin am Donnerstag in St. Petersburg. Es sei niemand verpflichtet, ihn überall hin einzuladen. „Was bin ich denn, ein Hochzeitsgeneral? Ich habe so genug zu tun hier. Das ist doch gar kein Problem“, sagte Putin bei einem Treffen mit den Chefs internationaler Nachrichtenagenturen.

    „Aber wenn wir uns mit Verschwörungstheorien befassen wollen, dann könnten wir uns vorstellen, dass die westlichen Anführer erst ein bisschen untereinander tuscheln wollen – bevor sie anfangen, mit uns Kontakte aufzunehmen“, sagte er.

    >>>Mehr zum Thema: 75. Jahrestag des D-Day: Internationale Zeremonie am Juno Beach in der Normandie<<<

    Trotzdem sah Russland die fehlende Einladung als Affront, weil seine Soldaten zu Sowjetzeiten den mit Abstand größten Beitrag zum Sieg über den Faschismus geleistet hatten, wie Außenpolitiker in Moskau betonten.

    am/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Wladimir Putin, Ausladen, Russland, Landung, Alliierte, Normandie, The Times