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22:18 20 September 2019
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    Graffiti in der venezolanischen Hauptstadt Caracas (Archiv)

    Diese Strategie verfolgt die USA gegenüber Venezuela und Iran – Experte

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    Politik
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    Zwei langfristige Ziele der US-Politik sieht der Politologe Mohssen Massarrat: Die Zerschlagung von großen Staaten, die sich auf dem Eurasischen Korridor mit Russland verbünden könnten. Das zielt aus seiner Sicht ebenso auf Staaten mit Ölreichtümern, die eine Gefahr für die Stellung des Dollars als Weltwährung darstellen.

    „Je weiter man zurückblickt und die weltpolitischen Ereignisse einzuordnen versucht, desto klarer erblickt man den roten Faden, der sich durch sämtliche beinahe epochalen US-Kriege in den letzten drei Jahrzehnten zieht.“ Das schreibt der emeritierte Professor für Politik und Wirtschaft Mohssen Massarrat im „IPPNWforum“, Ausgabe 158.

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    In der von den „Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW Deutschland) veröffentlichten Mitgliederzeitschrift erklärt Massarrat, dass dabei zwei sich ergänzende Ziele erkennbar seien. Das erste sei es, große Staaten zu zerschlagen, die sich auf dem Eurasischen Korridor mit Russland verbünden könnten. Als Beispiel wird hier Jugoslawien genannt.

    Das zweite Ziel sei ein Regime Change in großen Staaten mit bedeutenden Ölreichtümern, die eine Gefahr für die Stellung des Dollars als Weltwährung darstellen könnten. Sie ebenfalls zu zerschlagen, sei dabei eine dazu gehörende Option.

    Dollar als „wichtigste Machtsäule der USA“

    Bisher ist der gesamte Erdöl-Handel an die US-Währung Dollar gekoppelt. Eine große Sorge der USA sei also, dass ein Bündnis von US-kritischen Ölstaaten sich entscheiden könnte, ihre Öl-Exporte in Euro oder in Renminbi, der chinesischen Währung, abzuwickeln. So „würde die wichtigste Machtsäule der USA wie ein Kartenhaus zusammenbrechen“, schätzt der Politologe ein.

    Diese Sorge sieht Massarrat als „Hauptgrund für Regime Changes in den missliebigen Ölstaaten oder gar für deren Zerschlagung“. Das ließe sich aktuell an dem von den USA betriebenen Regimewechsel in Venezuela beobachten, ebenso an dem Säbelrasseln in Richtung Iran. Die USA seien dabei, „die Weltgemeinschaft systematisch und mit allen propagandistischen Mitteln auf einen heißen Krieg gegen Iran einzustimmen“.

    Beim Iran gehe es aber nicht nur um einen Systemwechsel, sondern auch um eine „Zerstückelung des Landes“. Davon würden ihrerseits auch Israel und Saudi-Arabien profitieren. Israel könnte so sein Monopol als einzige Atommacht in der Region behaupten. Saudi-Arabien würde ohne den mächtigen Gegenspieler Iran auf Dauer zur „regionalen Supermacht“ aufsteigen.

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    Kapitalismus, Imperialismus, Supermacht, Atommacht, Monopol, Israel, Saudi-Arabien, System, Propaganda, Weltgemeinschaft, Säbelrasseln, Euroraum, Eurozone, Europa, Euro, Bündnis, Macht, Jugoslawien, Jugoslawien, Ziele, Kriege, Weltpolitik, Stellung, Währung, Dollar-Diktatur, US-Dollar, Dollar, Eurasien, Russland, Zerschlagung, Venezuela, Iran, Strategie, Politik, USA